Wessen Interessen stecken hinter dem Putschversuch in Mali?

Von Boris Roschin – 1. Mai 2026

In Mali wurde ein Putschversuch von islamistischen Terroristen blutig abgewehrt. Wenn deutsche Medien darüber berichten, verschweigen sie die geopolitischen Zusammenhänge, die dahinter stecken. Was ist dort also tatsächlich passiert, und wer steckt dahinter?

Für Frankreich war der Verlust der Kontrolle über westafrikanische Länder wie Mali, Burkina Faso und Niger mehr als schmerzlich, denn damit verlor Frankreich in der Region und in der Geopolitik an Einfluss, und es verlor den Zugang zu billigen Bodenschätzen aus seinen ehemaligen Kolonien. Daher ist Frankreich bemüht, seinen Einfluss wieder herzustellen. Und da diese Länder Russland um Hilfe gebeten haben, bekommt die Geschichte eine weitere geopolitische Bedeutung, denn die Region ist damit auch ein Schlachtfeld im Kampf des Westens gegen Russland geworden.

Ein Experte hat die Lage in einem Artikel für die TASS erklärt, den Thomas Röper übersetzt hat. […]

Der Regimewechsel in Mali konnte verhindert werden, doch wessen Interessen stecken hinter dem Angriff?

Boris Roschin über den Kampf um die Vorherrschaft in Afrika und die Rolle Frankreichs und der Ukraine.

Einheiten des russischen Afrikakorps haben einen Regimewechsel in Mali und damit zahlreiche zivile Opfer verhindert.

Unsere Truppen waren gezwungen, nach dem Angriff auf wichtige Städte des afrikanischen Landes am 25. April durch Kämpfer der „Azawad-Befreiungsfront“ und der Jamaat Nusrat al-Islam wal-Muslimeen (die sich selbst als Teil der Terrororganisation al-Qaida bezeichnet) Hilfe zu leisten. Trotz bestehender Konflikte haben sich die Gruppen erneut verbündet, um die Regierung zu stürzen und in Mali einen islamischen Staat auf Grundlage der Scharia zu errichten. Die Regierung hat verhindert, dass die Tuareg Azawad (ein Gebiet im Nordosten des Landes) einnehmen und dass al-Qaida-Kämpfer einen Ableger des Kalifats gründen.

Diese Situation wird zusätzlich durch den geopolitischen Kampf um Einflusssphären in Afrika verschärft. Dadurch wird der traditionelle Krieg zwischen Regierung und Terroristen lediglich zu einer Dimension eines Konflikts, der von Interessen getrieben wird, die weit über regionale Bündnisse und Länder hinausreichen.

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