Von Thomas Röper – 21. April 2026

Am Dienstag hat das Außenministerium den russischen Botschafter einberufen. In seinem Artikel darüber verschweigt der Spiegel, worum es dabei tatsächlich geht. Die deutsche Öffentlichkeit soll von der Kriegsgefahr, die die Bundesregierung und die EU provozieren, nichts erfahren.
Es ist schockierend, wie konsequent deutsche Medien wie der Spiegel die Kriegsgefahr verschweigen, die die EU und ihre Mitgliedsstaaten provozieren, denn dabei spielt die Bundesregierung inzwischen eine führende Rolle. Schauen wir uns am Beispiel des Spiegel an, was der deutschen Öffentlichkeit alles verschwiegen wird.
Propaganda durch Verschweigen
Der Spiegel berichtet unter der Überschrift „Konflikt mit Moskau – Auswärtiges Amt bestellt russischen Botschafter ein“ und in der Einleitung des Artikels erfährt der Spiegel-Leser:
„Wegen »Drohungen gegen Ziele in Deutschland« muss der russische Botschafter zum Rapport. Nach SPIEGEL-Informationen ist eine vor wenigen Tagen in Moskau veröffentlichte Liste der Grund für die Einbestellung.“
Leser des Anti-Spiegel wissen, worum es dabei tatsächlich geht, denn ich habe letzte Woche über die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums berichtet, die Details dazu finden Sie hier. Bei seinem Berlinbesuch haben der ukrainische Machthaber Selensky und Kanzler Merz letzte Woche eine strategische Zusammenarbeit verkündet, in der unter anderem die Produktion ukrainischer Drohnen für Langstreckenangriffe auf Russland durch ukrainische Firmen an Standorten in Deutschland beschlossen wurde.
Das ist völkerrechtlich eine eindeutige Kriegsbeteiligung Deutschlands, weil Deutschland sich damit als sicheres Hinterland für die Produktion ukrainischer Waffen zur Verfügung stellt. Es ist völkerrechtlich nämlich das Eine, dass Deutschland der Ukraine Waffen liefert, aber es ist etwas ganz anderes, ukrainischen Rüstungsunternehmen Schutz zu bieten, indem man ihnen Produktionsstandorte in Deutschland zur Verfügung stellt.
Darauf hat das russische Verteidigungsministerium in seiner Erklärung in aller Deutlichkeit hingewiesen und auch 21 Standorte im Ausland genannt, an denen ukrainische Rüstungsunternehmen Waffen für Angriffe auf Russland produzieren. Die meisten dieser Standorte liegen in der EU, drei davon in Deutschland.
Danach haben russische Offizielle die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums unterstützt. Sowohl Dmitri Medwedew, der stellvertretende Chef des russischen Nationalen Sicherheitsrates, als auch dessen Chef Sergej Schoigu haben darauf hingewiesen, dass das in der UN-Charta verbriefte Recht auf Selbstverteidigung Angriffe auf Staaten einschließt, die sich am Krieg gegen Russland beteiligen, indem sie ukrainischen Firmen Produktionsstandorte zur Verfügung stellen, die sicher vor russischen Angriffen sind, oder indem sie der Ukraine erlauben, ihren Luftraum für Angriffe mit Langstreckendrohnen auf Ziele in Russland zu nutzen, was Polen, die drei Baltenstaaten und Finnland tun.