Von Jacob Crosse – 16. September 2026
Im Konzentrationslager in Florida, das US-Präsident Donald Trump und seine faschistischen Verbündeten „Alligator-Alcatraz“ nennen, werden Einwanderer in metallene Folterkäfige gesperrt. Das ergibt sich aus einem Bericht der internen Kontrollbehörde, dem Office of Inspector General, des US-Heimatschutzministeriums vom 11. September, der am Montag veröffentlicht wurde.
Die Bilder erinnern an die Freiluftkäfige von Guantánamo Bay und an die Isolationskäfige, mit denen die CIA Gefangene in ihren geheimen Gefängnissen folterte. Die kriminellen Methoden, die die USA in ihren jahrzehntelangen Kriegen im Ausland und im „Krieg gegen den Terror“ entwickelt haben, werden nun ins eigene Land übertragen und gegen Arbeiter in Amerika eingesetzt.
Zwischen dem 17. Juli 2025 und dem 18. Januar 2026 sperrten Mitarbeiter der sogenannten Florida Soft-Sided Facility insgesamt 79 Menschen in Käfige, die etwa 1,2 Meter Seitenlänge und eine Bodenfläche von rund 1,67 m² hatten. Die Betroffenen wurden dort für einige Minuten bis hin zu knapp zwei Stunden festgehalten. Die Inspektoren beschrieben diese Praxis als „etwas, das noch kein Team des Generalinspekteurs zuvor in ICE-Einrichtungen beobachtet hat“, und stellten fest, dass sie „nicht den Standards für eine humane Behandlung entspricht“.
Das Personal bezeichnete die Käfige als „Beruhigungsbereiche“ und behauptete, die Inhaftierten seien nicht darin eingeschlossen gewesen, doch die Inspektoren stellten Verriegelungsmechanismen fest. Aus den Aufzeichnungen der Einrichtung geht hervor, dass mindestens ein Mann 26 Minuten lang in einem Käfig festgehalten wurde, weil er „einer rechtmäßigen Anweisung nicht Folge geleistet“ habe. Ehemalige Gefangene, die im vergangenen Jahr von Amnesty International befragt wurden, bezeichneten den Käfig als „die Box“. Sie seien als Strafmaßnahme darin eingesperrt und am Boden angekettet worden.