Trump nimmt Machados Nobelmedaille an – CIA-Chef trifft Übergangspräsidentin Venezuelas

Von Bill Van Auken – 2. Januar 2026

Trump nimmt im Weißen Haus die Nobelmedaille von Maria Corina Machado entgegen [Photo: @WhiteHouse]

Am vergangenen Donnerstag spielten sich zwei Ereignisse zeitgleich ab, obwohl sie rund 3.200 Kilometer voneinander entfernt stattfanden. Das erste ereignete sich in Washington D.C., das zweite in Caracas. Zusammen sind sie eine vernichtende Anklage gegen die venezolanische nationale Bourgeoisie und die Unterwürfigkeit all ihrer politischen Vertreter unter den US-Imperialismus nach der verbrecherischen US-Invasion in das Land und der Entführung von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau Celia Flores.

Das erste Ereignis war ein groteskes Spektakel im Weißen Haus. Maria Corina Machado, die von der CIA unterstützte Anführerin der rechtsextremen venezolanischen Opposition, erwies dort dem Mann Ehrerbietung, der die blutige Invasion ihres Land angeordnet hatte. In einer kriecherischen Zurschaustellung von Unterwürfigkeit überreichte sie dem Möchtegern-Führer der USA die Friedensnobelmedaille, die ihr verliehen worden war – angeblich für ihren „Kampf für einen gerechten und friedlichen Übergang von Diktatur zu Demokratie“.

Trump schien glücklich zu sein, das 18-karätige Goldschmuckstück entgegenzunehmen, das mit einer Erklärung versehen war, die ihn dafür lobt, „durch Stärke Frieden zu fördern“. Das war offenbar eine Anspielung auf den Angriff der US-Spezialeinheiten, bei dem mehr als 100 Venezolaner ums Leben kamen, und die Raketenangriffe auf kleine Boote, bei denen weitere 100 Personen getötet wurden.

Trump hat mehrfach genörgelt, er verdiene den Preis, weil er angeblich acht Kriege beendet habe – von denen es einige gar nicht gab und andere noch immer andauern. Im Fall von Machados Auszeichnung kann er zweifellos einen gewissen Anspruch geltend machen, weil die unaufhörlichen Geldflüsse von der National Endowment for Democracy und anderen US-Behörden ihre Aktivitäten finanziert haben.

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