„Mit Mexiko muss etwas unternommen werden“

Von Florian Rötzer – 4. Januar 2025

Noch spielt Vizepräsidentin Rodriguez nicht mit. Im Verteidigungsrat verurteilte sie den Angriff: „Es gibt nur einen Präsidenten in Venezuela, und der heißt Nicolas Maduro“. Bild: vicepresidencia

Der Überfall auf Venezuela und der Regime Change, der damit bewirkt werden soll, wird für alle Regierungen in Lateinamerika und vielleicht auch für Kanada oder Grönland ein Warnsignal sein. Während Russland die Wahrung nationaler Sicherheitsinteressen beim Einmarsch in das Nachbarland Ukraine vorgab [und das wohl auch so meinte; die GG-Red.], das in die NATO aufgenommen werden sollte und sich schon länger auf einen Krieg vorbereitete, kann die USA dies nicht geltend machen und will den militärischen Angriff durch Drogenkriminalität bzw. „Narkoterrorismus“ rechtfertigen, der angeblich die USA gefährdet, weil Maduro Gangs und Menschen aus den Gefängnissen und psychiatrische Kliniken geschickt habe.[Allerdings hatte Trump im Widerspruch dazu vor Kurzem ganz offen erklärt, dass die USA das venezolanische Öl (zurück) wollen, weil es ihnen gehöre! – die GG-Red.]

Die Begründung für den Völkerrechtsbruch ist durchsichtig und an den Haaren herbeigezogen, um Venezuela mit seinen Ressourcen dem kolonialen Zugriff der USA zu öffnen. Die Freiheit, die den Venezolanern geschenkt wird, bestünde vor allem in der Privatisierung vor allem der Ölressourcen für die amerikanischen Konzerne und der Einrichtung einer Marionettenregierung: Machado, der Friedensnobelpreisträgerin, traut er allerdings die Regierungsübernahme nicht zu und erklärte in seiner Ansprache, die USA würden das Land erst einmal selbst regieren (run Venezuela), also zeitweise annektieren. Bodentruppen schloss er nicht aus. Übergangsweise gerne mit der Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die möglicherweise mitspielt, wie Trump andeutete. Das würde dem Regierungssturz ein besseres Image verpassen und könnte die Situation beruhigen. Rodriguez aber macht dazu keine Anstalten und ruft zum Widerstand und zur Freilassung von Maduro auf.

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