Von Dmitry Steschin (Übersetzung: Thomas Röper) – 8. Juli 2026
Der Westen hat der Ukraine vor einigen Jahren Uranmunition geliefert, die jedoch nicht zum Einsatz kam. Nun scheint bei einem russischen Angriff nahe Kiew ein Lager mit der Munition explodiert zu sein.

Im Zuge der Vorbereitung auf die großspurig angekündigte ukrainische Gegenoffensive von 2023 hat der Westen der Ukraine viel Munition aus abgereichertem Uran geliefert, die vom Westen gelieferte Panzer gegen russische Panzer einsetzen sollten.
Bekanntlich war die Gegenoffensive ein totaler Fehlschlag und die aus dem Westen gelieferten Panzer wurden von russischen Drohnen bereits abgeschossen, bevor sie die Front auch nur erreichen konnten. Entsprechend wurden die westlichen Panzer schnell wieder von der Front abgezogen und die Uranmunition wurde eingelagert, ohne zum Einsatz gekommen zu sein.
Am Montag hat Russland einen schweren Angriff auf Rüstungsbetriebe und militärische Ziele in der Ukraine, vor allem in und um Kiew, durchgeführt. Besonders die ausgesprochen heftigen Explosionen im Kiewer Vorort Wischnjowoje, wo ein Rüstungswerk und ein Munitionslager waren, sind in sozialen Netzwerken viral gegangen, denn die Explosionen nach dem Angriff dauerten fast zwölf Stunden lang. Nach allem, was bekannt ist, wurden der Betrieb und das Waffenlager komplett zerstört.
Meldungen aus der Ukraine legen nahe, dass in dem Lager Uranmunition gelagert wurde, was bedeuten würde, dass dem betroffenen Gebiet radioaktive Verseuchung drohen würde. Die Menschen in der Ukraine bezahlen damit den Preis dafür, dass ihre Regierung bereit war, diese gefährliche Munition im eigenen Land einzusetzen, wozu kaum ein intelligenter Mensch bereit wäre, denn der Westen hat sie bisher immer nur weit entfernt von der eigenen Heimat eingesetzt.
Ein russischer Experte hat dazu einen Artikel geschrieben, den ich übersetzt habe. […]
Das Echo der „Gegenoffensive“: Kiew in Panik nach Russlands Angriff auf Depot mit Munition aus abgereichertem Uran
Steschin: Die russischen Streitkräfte haben in der Ukraine ein Lager mit Munition aus abgereichertem Uran zerstört.
Den panischen Äußerungen ukrainischer Politiker zufolge traf eine russische Rakete ein Depot mit Panzermunition, die abgereichertes Uran enthielt. Der Kriegsberichterstatter der Komsomolskaja Prawda Dmitri Steschin erklärt, um welche Art von Munition es sich handelte und woher sie in die Ukraine gekommen ist.
Wieso gibt es in Kiew ein Depot mit Munition aus abgereichertem Uran?
Munition aus abgereichertem Uran ist eine für den Westen typische „Wunderwaffe“, die in Kolonialkriegen gegen Einheimische eingesetzt wurde. Niemand, der bei Verstand ist, würde solche Munition auf eigenem Boden verwenden. So etwas können sich nur die Banderisten ausdenken und drei Jahre später ist ihnen jene Entscheidung auf schlicht monströse Weise auf die Füße gefallen.
Das Depot auf dem Gelände des Wisar-Werks im Kiewer Vorort Wischnjowoje explodierte nach dem Einschlag russischer Präzisionslenkwaffen über zehn Stunden lang. Solche Explosionen waren für die Ukraine schon vor dem Krieg normal, und die Kiewer waren sich auch diesmal wohl stillschweigend einig, einfach abzuwarten, bis alles niedergebrannt und alles, was explodieren konnte, auch explodiert sein würde. Doch dieses Depot hatte es nicht eilig, zu Ende zu brennen. (Anm. d. Übers.: Mit dem Hinweis, solche Explosionen seien für die Ukraine schon vor dem Krieg normal gewesen, spielt der Autor darauf an, dass Waffenlager in der Ukraine seit den 1990er Jahren immer wieder explodiert sind, wenn jemand die Bestände an Munition kontrollieren wollte, nachdem der Verdacht auf illegalen Handel mit Munition aufgekommen war. Die betroffenen Lager sind in solchen Fällen plötzlich explodiert, bevor die Inventur abgeschlossen werden konnte.)