Internationale Filmfestspiele von Venedig: Naza entlarvt Israels brutale Kriegsmaschinerie gegen palästinensische Zivilisten

Von Stefan Steinberg – 15. September 2026

Naza, ein Dokumentarfilm der israelischen Regisseure Yuval Abraham und Rachel Szor, erhielt bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspielen in Venedig den Spezialpreis der Jury.

Der Film enthält Interviews mit zwei Dutzend Angehörigen des israelischen Militärs, die die KI-Systeme und Protokolle erläutern, mit denen Israel Zivilisten in Gaza ins Visier nimmt und tötet. Der Filmtitel Naza ist ein zynisches Akronym, das die Israelischen Streitkräfte (IDF) als Kürzel für die zivilen Opfer verwenden, die sie als Folge ihrer terroristischen Bombenangriffe und Mordanschläge erwarten.

Naza

Als Naza Anfang letzter Woche in Venedig gezeigt wurde, spendete das Publikum mehr als 24 Minuten Applaus – noch länger als der bisherige Rekord von 22 Minuten Standing Ovation, den Die Stimme von Hind Rajab beim letztjährigen Filmfestival erhalten hatte.

Abraham und Szor sind zwei der vier Regisseure von No Other Land, das 2025 den Oscar als bester Dokumentarfilm erhielt. Er schildert die Bestrebungen der israelischen Regierung, Palästinenser im südlichen Westjordanland aus ihren Häusern zu vertreiben.

Am Samstagabend applaudierte das Publikum bei der Abschlussfeier der Filmfestspiele in Venedig erneut lautstark und lang, als Abraham und Szor ihren Preis entgegennahmen. Abraham erklärte in seiner Ansprache an das Publikum:

Zweifellos ist es für uns nicht leicht, hier zu sein. Ich denke an all die Menschen, die israelischen Politiker, die diesen Film angreifen, die Journalisten, die ihn attackieren, ohne ihn überhaupt gesehen zu haben (…) Tatsache ist, dass in den zehn Tagen seit Beginn dieses Films die Israelis mindestens sechs Kinder getötet haben, ein dreijähriges Mädchen in einer Schule und zwei Schwestern, die zu Hause schliefen.

Die Filmkritik in der Süddeutschen Zeitung trug die Überschrift „Wir töten diese Kinder absichtlich.“

Bei seiner Rede in Venedig erklärte Abraham, das Vorgehen der israelischen Geheimdienste, unterstützt von der Regierung in Tel Aviv, ziele auf die „Entmenschlichung der Palästinenser“ ab. Er verurteilte zudem die Tötung von mehr als 200 Journalisten in Gaza durch Israel und erklärte:

Wir glauben, dass das Leugnen eines Verbrechens dazu führt, dass es begangen wird, und deshalb ist es uns wichtig, dass die Israelis diesen Film sehen.

Das Zionistische Regime reagierte auf die Enthüllung eines Teils seiner massiven und historischen Verbrechen – wie zu erwarten – mit wütender Raserei. Kulturminister Miki Zohar forderte, den israelischen Co-Regisseuren von Naza wegen „Hochverrats“ die israelische Staatsbürgerschaft abzuerkennen.

[Hier weiterlesen]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.