Imperialistische G7-Staaten stellen sich hinter Trumps Drohungen gegen den Iran

Von Jordan Shilton – 20. Mai 2026

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran am Dienstag mit einem weiteren militärischen Angriff und erklärte: „Wir müssen sie vielleicht noch einmal treffen.“ Wenige Stunden vorher hatte er einen unmittelbar bevorstehenden Angriff auf den Iran vorerst abgesagt. Dann versicherte er aber wieder, das US-Militär sei „kampfbereit“ und er könne bis Anfang nächster Woche eine Entscheidung über einen Angriff treffen.

Trumps Gangsterdrohungen sind die authentische Stimme des Weltimperialismus, der entschlossen ist, dem Iran und der gesamten Region koloniale Fesseln anzulegen. Der Iran ist ein zentraler Schauplatz in der Neuaufteilung der Welt unter den Großmächten, die bereits in vollem Gange ist. Das zeigt auch das Kommuniqué vom G7-Finanzministertreffen, das am Montag und Dienstag in Paris stattfand. Alle Mitglieder unterzeichneten eine Erklärung, in der der Iran – das Opfer des verbrecherischen Angriffskriegs der USA und Israels – für die folgende wirtschaftliche Katastrophe verantwortlich gemacht wird.

Die Finanzminister und Zentralbanker aus Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und den USA betonten, dass „eine rasche Rückkehr zu einem freien und sicheren Transit durch die Straße von Hormus und eine dauerhafte Lösung des Konflikts unerlässlich sind“. Sie verloren kein Wort über den unprovozierten Angriff auf den Iran, der am 28. Februar noch während der laufenden Verhandlungen begann, oder über die Tausenden iranischen Zivilisten, die von den USA und Israel willkürlich bombardiert und getötet wurden. Stattdessen begannen die G7-Finanzminister ihr Kommuniqué mit einer scheinheiligen Erklärung – ein typisches Beispiel imperialistischer Doppelmoral: „Wir verurteilen einhellig den anhaltenden brutalen Krieg Russlands gegen die Ukraine und die eskalierenden Handlungen, die darauf abzielen, die gemeinsamen Bemühungen um eine Friedensvermittlung zu untergraben.“

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