Hegseth: Iran-Blockade „wird global“ – USA verhängen neue Sanktionen gegen chinesische Schifffahrt

Von Andre Damon – 27. April 2026

Der Flugzeugträger USS George H.W. Bush, derzeit im Kampfgebiet im Nahen Osten im Einsatz [Photo: Mass Communication Specialist 3rd Class Nicholas Hall]

US-Kriegsminister Pete Hegseth erklärte am Freitag, die USA würden ihre Seeblockade gegen den Iran zu einer globalen Operation gegen den Schiffsverkehr in allen Ozeanen ausweiten. Stunden zuvor hatte das Finanzministerium Sanktionen gegen eine große chinesische Ölraffinerie und 40 Reedereien verhängt, weil sie iranisches Rohöl gekauft hatten.

Bei einer Pressekonferenz des Pentagon am 24. April erklärte Hegseth vor Journalisten: „Unsere Blockade wächst und wird global. Ohne die Erlaubnis der US-Marine kommt niemand aus der Straße von Hormus irgendwohin auf der Welt.“ Er erklärte weiter, seit Beginn der Blockade im April seien 34 Schiffe zurückgeschickt worden, und die US-Marine habe letzte Woche zwei iranische Schiffe im Indischen Ozean beschlagnahmt.

Die Blockade und die Sanktionen richten sich gegen China. Letzte Woche hatte die US-Marine im Golf von Bengalen zwischen Sri Lanka und der Straße von Malakka den Tanker M/T Tifani beschlagnahmt, der rund zwei Millionen Barrel iranisches Rohöl für chinesische Raffinerien geladen hatte. China ist der größte Abnehmer iranischen Öls und bezieht mehr als zehn Prozent seines Rohölbedarfs aus dem Iran.

Das Finanzministerium verhängte am Freitag sekundäre Sanktionen gegen Hengli Petrochemical, eine private Raffinerie in der chinesischen Hafenstadt Dalian, die etwa 400.000 Barrel Öl pro Tag verarbeiten kann. Ihr wurde der Kauf iranischen Öls vorgeworfen. Das Finanzministerium sanktionierte außerdem 40 Reedereien und Schiffe und fror Krypto-Wallets mit 344 Millionen US-Dollar ein, die von iranischen Zwischenhändlern genutzt wurden.

Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Washington erklärte am Freitag, die Sanktionen würden „die internationale Handelsordnung und Regeln“ untergraben und „die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen und Privatpersonen verletzen.“ Die Maßnahmen erfolgten am Vorabend eines geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

General Dan Caine, ein ranghoher US-Offizier, der neben Hegseth auftrat, erklärte an die Adresse der internationalen Reeder: „Wenn Sie sich nicht an diese Blockade halten, werden wir Gewalt anwenden. [US-Streitkräfte] sind weiterhin in Position und bereit, buchstäblich jederzeit wieder größere Kampfeinsätze aufzunehmen.“

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