Von Thomas Röper – 4. Juli 2026
Die Ukraine verhandelt mit Frankreich über die Lizenzproduktion von SCALP-Marschflugkörpern für Angriffe tief ins russische Hinterland. Was sind die möglichen Folgen?

Die EU ist längst Kriegspartei im Krieg gegen Russland. Sie bezahlt die Waffenlieferungen an die Ukraine, sie stellt sicheres Hinterland für die Produktion ukrainischer Drohnen zur Verfügung und finanziert diese Produktion sogar, sie stellt ihren Luftraum für Angriffe mit Langstreckendrohnen auf Ziele in Nordwestrussland zur Verfügung und sie kapert illegal aus Russland kommende Handelsschiffe.
Obwohl alleine die Drohnenangriffe aus und über die Baltenstaaten auf Ziele in Nordwestrussland seit über zwei Jahren stattfinden – was aber erst seit März auch in Europa offen zugegeben wird -, schießt Russland bisher nicht zurück. Da diese Angriffe mit in Europa produzierten und von Europa bezahlten ukrainischen Langstreckendrohnen auf Ziele tief in Russland immer mehr zunehmen und inzwischen auch zu empfindlichen Schäden bei der russischen Ölindustrie führen, werden in Russland die Stimmen, endlich gegen Europa vorzugehen, immer lauter.
Nun wurde gemeldet, dass die Ukraine und Frankreich Verhandlungen über eine ukrainische Lizenzproduktion von französischen SCALP-Marschflugkörpern für Angriffe tief im russischen Hinterland führen, was zu noch weitaus schwereren Schäden führen würde. Als Reaktion darauf werden in Russland die Forderungen noch lauter, endlich gegen die europäischen Staaten, aber auch gegen die Ukraine, weitaus härter vorzugehen.
Ich übersetze hier ein Beispiel für einen solchen Artikel, um zu zeigen, wie die Stimmung unter russischen Kommentatoren inzwischen ist.