Von Jochen Mitschka 11. Juli 2026

Die Äußerungen von Donald Trump sowohl bei live Pressekonferenzen als auch auf seinen Konten in Sozialen Medien scheinen in keiner Weise durch irgendwelche Filter oder Beratergremien zu gehen. Sie sind verheerend. Und es ist nicht die Aussage über die „islamische Republik Japan“, die ihm zum Verhängnis werden könnte.
US-Präsident Donald Trump hat mit einer drastischen Warnung auf seiner Plattform Truth Social auf angebliche iranische Attentatspläne reagiert und erklärt, dass 1.000 Raketen einsatzbereit auf den Iran gerichtet sind. Die jüngste Eskalation folgt auf Berichte, wonach der israelische Geheimdienst frische Erkenntnisse über eine geplante Ermordung Trumps durch Teheran mit den USA geteilt hat. Während Kritiker und alternative Medien wie Alex Jones hinter den Enthüllungen eine strategische Falle vermuten, weckt die aufgeheizte Rhetorik in den USA historische Erinnerungen an geopolitische Vorwände für Kriegseintritte.
Der „Locked and Loaded“-Post und die Mossad-Warnung
In der Nacht zum Samstag veröffentlichte Trump auf Truth Social eine unmissverständliche Drohung: Sollte die iranische Regierung versuchen, den amtierenden US-Präsidenten – in diesem Fall ihn selbst – zu ermorden, stünde das US-Militär bereit, alle Gebiete des Iran vollständig zu verwüsten. Trump fügte hinzu, entsprechende Befehle seien bereits erteilt worden.
Auslöser für diesen Ausbruch waren Berichte des Wall Street Journal und von CNN, wonach Israel den USA neue Geheimdienstinformationen über ein aktives, hochspezifisches Attentatsszenario übermittelt hatte. Teheran schwört seit der gezielten Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani im Jahr 2020 durch eine US-Drohne Rache. Die Drohungen wurden lautstark erneuert, nachdem die USA und Israel Anfang des Jahres in einer massiven militärischen Eskalation den obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, sowie zahlreiche Spitzenfunktionäre einschließlich zahlreicher Familienangehörigen ermordeten.