Ohne die CIA würde es Apple wohl nicht geben
Von Sharon Weinberger (übersetzt/kommentiert von Thomas Röper) – 21. August 2026

Die großen amerikanischen Internetkonzerne sind allesamt de facto Tochtergesellschaften der CIA, was ich für Facebook und Google bereits aufgezeigt habe. Nun hat das Wall Street Journal berichtet, dass es Apple in seiner heutigen Form kaum geben würde, wenn die CIA keine Starthilfe gegeben hätte.
Die großen US-Internetkonzerne sind allesamt de facto Tochtergesellschaften der CIA und anderer US-Geheimdienste, da diese sehr früh erkannt haben, welche Macht das Internet mit sich bringt. Im Internet entscheidet sich heute, was die Menschen erfahren und was nicht, über das Netz sind wir gläsern geworden, denn Google und Facebook wissen genau, wann wir wo gewesen sind – und sogar mit wem. Das waren nur Beispiele, ich denke, das muss ich nicht weiter erklären.
Da die US-Geheimdienste diese Entwicklung vorausgesehen haben, haben sie sich schon früh überlegt, wie sie das Internet beherrschen können. Dazu hat die CIA konkret die Gründung einiger Startups gefördert und ihnen geholfen, auf ihren Gebieten Quasi-Monopolisten zu werden. Wie das bei Facebook und Google abgelaufen ist, darüber habe ich schon berichtet und ich werde das in diesem Artikel für alle, die davon noch nie gehört haben, wiederholen.
Die großen Konzerne Meta (Facebook) und Alphabet (Google) haben daher im Laufe der Jahre alle großen (und kleinen, aber vielversprechenden) Internetkonzerne (YouTube, WhatsApp, Instagram, etc.) aufgekauft. Sie kontrollieren de facto das Netz und sogar das Leben der Menschen – und die CIA hat Zugriff auf alle Daten, auch wenn das offiziell geleugnet wird.
Mir war klar, dass auch Apple nicht unabhängig von der CIA entstanden sein kann, aber bisher kannte ich die Geschichte dahinter nicht. Das hat sich nun geändert, denn Sharon Weinberger, eine Journalistin des Wall Street Journal, hat ein Buch mit dem Titel „Valley of Death: How Big Tech Is Fueling the Future of War“ geschrieben, das im September erscheinen soll und in dem die Verbindungen zwischen Apple und der CIA gelüftet werden.
Als Journalistin des Wall Street Journal hat sie das Privileg, dass sie in der Zeitung Artikel über ihr Buch schreiben und es so bewerben kann. Ein solcher Artikel ist nun erschienen und ich habe ihn übersetzt. Im Anschluss an die Übersetzung wiederhole ich noch einmal, was ich früher bereits über der Verbindungen der CIA zu Facebook und Google geschrieben habe. […]
Apples versteckte Schuld bei der CIA
Ohne Finanzierung der CIA, die NeXT in den 80er-Jahren über Wasser hielt, hätte Steve Jobs möglicherweise nicht sein triumphales Comeback bei Apple gefeiert – und das iPhone hätte vielleicht nicht seinen grundlegenden Betriebssystemcode.
Als die CIA unangekündigt im Hauptquartier von Steve Jobs’ neuem Computerunternehmen NeXT auftauchte, war der Kalte Krieg in vollem Gange.
Es war das Jahr 1986, und Präsident Ronald Reagan schickte Milliarden von Dollar an das Pentagon, viele davon zur Finanzierung neuer Technologien, darunter Raketenabwehr und Spionagesatelliten. Innerhalb der nationalen Sicherheitsgemeinschaft erkannten einige die Bedeutung der Computerrevolution im Silicon Valley – und warum sie dort einsteigen mussten.
Joe Romello und Jeff Harris waren zwei von ihnen. Sie arbeiteten für das sogenannte „Programm B“ der CIA, eine geheime Initiative zur Entwicklung von Satellitenaufklärung, und sie glaubten, Jobs, der 1985 nach seinem Ausscheiden bei Apple sein neues Unternehmen gegründet hatte, könne der Geheimdienstgemeinschaft entscheidende Technologie liefern.
Romello und Harris sagten, sie wollten direkt mit ihm über „verteidigungsrelevante Fragen, insbesondere Aufklärung“, sprechen. Da das geheim sei, könnten sie keine Details nennen, wollten aber wissen, ob Jobs Zeit für ein Treffen hätte.
Doch warum sollte Jobs, ein Kind der Gegenkultur, der unter einem Zen-Meister Buddhismus praktiziert und den Konsum von LSD als prägende Erfahrung bezeichnet hatte, die Zukunft seines Unternehmens an Spione knüpfen?