Die geplante Eskalation. Der Krieg gegen den Iran ist nur ein weiteres imperiales Projekt der USA

Von S. Kimo – 1. Oktober 2026

Als die USA Anfang des Jahres gemeinsam mit Israel die ersten Angriffe auf den Iran flogen, kam das für viele überraschend. Gerade erst war ein vermeintlicher Kompromiss in Bezug auf die iranische Uranpolitik ausgehandelt worden. Dann eskalierte es. Später wurde klar, dass diese Verhandlungen vor allem einem Zweck dienten: Sie sollten Zeit schinden. Diese Vorgehensweise zeigt, dass es sich nicht um einen klassischen Konflikt zwischen zwei Akteuren handelt. Das Ganze hat eine imperiale Dimension, denn eine Partei nimmt sich heraus, überall auf der Welt nach dem eigenen Gutdünken zu intervenieren.

Vor einigen Monaten haben wir angesichts des endlosen Leidens des palästinensischen Volkes über den Prozess der „Palästinisierung“ der Welt gesprochen, das heißt den Einsatz algorithmischer Instrumente durch die techno-faschistischen Mächte, um die Führer und die Völker, die es wagen würden, sich ihnen zu widersetzen, zu kontrollieren, zu unterwerfen, ja sogar zu vernichten (1). So, und nun ist es so weit. Seit den Ereignissen in Gaza, die sich vor den Augen einer fassungslosen und machtlosen Welt abspielen, tobt der US-Imperialismus, der den von Israel begangenen Völkermord mit aller Kraft unterstützt hat, weiter.

Zu Beginn des Jahres führten die Vereinigten Staaten eine Kommandooperation in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, durch, um Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau zu entführen. Die meisten westlichen Medien betonten die militärische Glanzleistung, ohne sich allzu sehr mit dem völkerrechtlich illegalen und kriminellen Charakter zu befassen und dabei vergaßen, die rund hundert Todesopfer der Operation zu erwähnen. Berauscht von der Hybris des Erfolgs dieser blitzschnellen Ausschaltung der venezolanischen Regierungsspitze und gepuscht von seinem Komplizen Netanjahu, der seit Jahrzehnten lauthals davon träumt, einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, hat Trump somit eine neue Grenze kriegerischer Schändlichkeit überschritten.

Am 27. Februar hatte der Außenminister von Oman, Mediator in den laufenden Verhandlungen zwischen Iranern und Amerikanern, von einem wichtigen Fortschritt berichtet: Teheran hatte gerade zugestimmt, sein angereichertes Uran zu verdünnen und Überprüfungen durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) (2) zuzulassen.

Wenige Stunden später, mitten in der Nacht, starteten israelische und amerikanische Flugzeuge ihren Eliminierungsangriff auf die iranische Führung, allen voran den Obersten Führer Ali Khamenei, der zusammen mit seiner Ehefrau, seiner Tochter, seinem Schwiegersohn, seiner Schwiegertochter und seiner Enkelin durch eine Flut von Bomben, die auf seine Familienresidenz abgeworfen wurden, ermordet wurde.

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