Der Ukraine fehlen im nächsten Jahr Milliarden

Von Thomas Röper – 2. September 2026

Letzte Woche wurde deutlich, dass die Ukraine vom Westen im nächsten Jahr 20 Milliarden weniger bekommen wird, als in diesem Jahr, während sie aber 70 Milliarden mehr braucht. Kiew bekommt ein massives Finanzierungsproblem.

Der Beitrag des Deutschland-Korrespondenten, der am Sonntag im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens ausgestrahlt wurde, hat mal wieder einige interessante Erkenntnisse gebracht, die in den Medien weitgehend untergegangen sind. Dazu gehört die Frage, wie der Westen die Ukraine im nächsten Jahr finanzieren will, wenn die Ukraine immer mehr Geld braucht, die Staaten des Westens wegen ihrer eigenen Haushaltsprobleme aber immer weniger Geld zu vergeben haben.

Um zu zeigen, wie in Russland über die politische Woche in Deutschland und Europa berichtet wurde, habe ich den Bericht des russischen Korrespondenten übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Von dem Moment, als der finnische Präsident Stubb erstmals direkte Kontakte mit dem russischen Präsidenten für möglich hielt, bis er sich schließlich dazu durchringen konnte, im Kreml anzurufen, sind fünf Monate vergangen. Das Telefonat mit Putin kommentierte er danach so: „Das Gespräch mit Präsident Putin verlief in einer professionellen und direkten Art und Weise. Wir, Norwegen und Finnland, unterstützen die Ukraine natürlich weiterhin und arbeiten darauf hin, einen dauerhaften und gerechten Frieden zu erreichen.“

Stubb war bei diesem Kontakt nicht allein, auch der norwegische Ministerpräsident Støre nahm an dem Gespräch teil. Der Anruf erfolgte aus Helsinki, wo sich zu diesem Zeitpunkt auch ihre Kollegen aus Dänemark und Schweden aufhielten, die zu dem Gespräch jedoch nicht eingeladen wurden. Also waren die sauer.

Der schwedische Ministerpräsident hielt sich noch zurück und äußerte öffentlich seine Skepsis: „Ein Frieden muss zu den Bedingungen der Ukraine erreicht werden, ein Frieden durch Stärke, nicht durch eine Politik der Besänftigung gegenüber Russland. Wenn Verhandlungen zu diesem Ergebnis führen, dann ist das gut. Nach unseren Informationen über die Versuche Deutschlands und Frankreichs, einen Dialog in Gang zu bringen, waren die Ergebnisse jedoch äußerst bescheiden.“

Aber die dänische Regierungschefin Frederiksen wurde regelrecht hysterisch und zeterte in verschiedenen Interviews: „Das Telefonat war mit niemandem abgestimmt“, „Ich weiß nicht, was sie damit erreichen wollen“, „Wir müssen die Geschlossenheit Europas bewahren“. Eine dänische Zeitung kommentierte, Putin habe, indem er den Anruf entgegennahm, einen klaren Sieg errungen, denn er habe damit „Zwietracht in der stärksten Gruppe von Unterstützern der Ukraine gesät: den nordischen und baltischen Staaten.“

[Hier weiterlesen auf Anti-Spiegel]

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