Der 8. Mai: Wie der Sieg der Sowjetunion über die Nazis aus der Erinnerung getilgt werden soll

Von Katja Rippert – 23. Mai 2026

Hissen der sowjetischen Flagge über dem Reichstag am 2. Mai 1945

Am 8. und 9. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Die Rote Armee marschierte in Berlin ein, Hitlers Regime war besiegt. Der Vernichtungsfeldzug der Nazis gegen die Sowjetunion und der Drang nach „Lebensraum im Osten“ endeten in einer katastrophalen Niederlage. Heute – 81 Jahre später – versucht der deutsche Imperialismus, diese Schmach rückgängig zu machen.

Die ideologische Kampagne, die in diesem Jahr rund um den 81. Jahrestag des Kriegsendes lief, war von offenem Revanchismus geprägt. Der Sieg der Sowjetunion über Deutschland soll aus der Erinnerung getilgt werden. Der Gedenktag am 8. Mai wird immer offener und schamloser zum Anlass genommen, die Geschichte zu fälschen und die ideologischen Voraussetzungen für die Kriege der Gegenwart zu schaffen.

Während Besucher der sowjetischen Ehrenmale in Berlin Kränze für die Soldaten der Roten Armee niederlegten und den Opfern des nationalsozialistischen Terrors gedachten, rüstet die Bundesregierung in einem Tempo auf wie seit 1945 nicht mehr. Ein neuer Weltkrieg entwickelt sich bereits an mehreren Fronten. Der Ukrainekrieg geht in sein viertes Jahr und der Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran droht die gesamte Region in Brand zu setzen.

Deutschland befindet sich de facto erneut in einem Krieg gegen Russland und riskiert eine nukleare Eskalation. In den Wochen vor dem Jahrestag hat die Bundesregierung das neue Wehrdienstgesetz eingeführt, erstmals seit Kriegsende eine deutsche Militärstrategie veröffentlicht und eine „strategische Partnerschaft“ mit der Ukraine vereinbart, die gemeinsame Rüstungsproduktion sowie die wirtschaftliche Ausbeutung der Ukraine vorsieht. Die deutsche Panzerbrigade in Litauen, die in unmittelbarer Nähe zu russischem Territorium dauerhaft stationiert ist, wird personell aufgestockt.

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