Von Peter Schwarz – 15. Mai 2026
Der Angriff auf die Arbeitsplätze in der deutschen Auto- und Zulieferindustrie beschleunigt sich. Er geht Hand in Hand mit dem sozialen Kahlschlag, den die Bundesregierung beim Bürgergeld, der Krankenversorgung und den Renten eingeleitet hat, und mit der Verschwendung gewaltiger Summen für Aufrüstung und Krieg. Wird diese Entwicklung nicht gestoppt, droht eine Katastrophe.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat seine Prognose über den Arbeitsplatzabbau in den kommenden zehn Jahren um 35.000 erhöht. Nachdem in der Branche seit 2019 bereits 100.000 Arbeitsplätze zerstört worden sind, rechnete der Verband mit der Vernichtung weiterer 90.000 Arbeitsplätze bis 2035. Diese Zahl hat er nun auf 125.000 erhöht. Als Grund nannte VDA-Präsidentin Hildegard Müller eine „gravierende und anhaltende Standortkrise“.
Die Zahl dürfte aber eher zu niedrig gegriffen sein, da allein der VW-Konzern den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen mit Betriebsrat und IG Metall vereinbart hat. Gleichzeitig explodiert die Zahl der Insolvenzen und Betriebsstillegungen in der Zulieferindustrie. Die nationalen Medien berichten kaum darüber – um keine betriebsübergreifende Solidarisierung und Kampfbereitschaft aufkommen zu lassen. Man muss die regionalen Zeitungen durchsuchen, um entsprechende Meldungen zu finden.
Doch hier ist die Bilanz verheerend. Allein seit Beginn dieses Monats – also in den letzten zwei Wochen – ist der Abbau tausender Arbeitsplätze angekündigt oder bestätigt worden. Viele liegen in kleineren Städten, wo es kaum Ersatzarbeitsplätze gibt.