Übersetzung: Thomas Röper – 17. April 2026

Laut einem Bericht der Times hält die britische Regierung wegen der Sperrung der Straße von Hormus schon im Sommer eine Lebensknappheit für möglich. Das sei ein „realistisches Worst-Case-Szenario“.
Ich übersetze hier einen Artikel aus der Times, über den ich in deutschen Medien kaum Meldungen gefunden habe. […]
Großbritannien bereitet sich auf Lebensmittelknappheit vor, wenn der Irankrieg weitergeht
Eine geheime Analyse der Regierung spricht von einem Worst-Case-Szenario, bei dem ein kritischer Mangel an Kohlendioxid-Lieferungen Landwirtschaft und Gastgewerbe treffen würde.
Großbritannien könnte diesen Sommer mit Engpässen bei Hühnerfleisch, Schweinefleisch und anderen Supermarktprodukten konfrontiert sein, sollte der Krieg im Iran andauern. Dies geht aus einer geheimen Regierungsanalyse hervor.
Angesichts der Befürchtung, dass die Schließung der Straße von Hormus zu einem Mangel an Kohlendioxid führen wird, einem für die Lebensmittelindustrie lebenswichtigen Rohstoff, haben Beamte Notfallpläne für ein „realistisches Worst-Case-Szenario“ ausgearbeitet.
Hochrangige Beamte, darunter Vertreter der Downing Street Nr. 10, des Finanzministeriums und des Verteidigungsministeriums, haben im Rahmen einer Übung mit dem Codenamen „Übung Turnstone“ geheim verschiedene Szenarien durchgespielt, um die potenziellen Auswirkungen auf die britische Industrie zu untersuchen.
Wie die Times erfuhr, wurde das für die Sitzung des Krisenstabes der Regierung Cobra erstellte Worst-Case-Szenario auf Juni 2026 angesetzt. Es geht davon aus, dass die Straße von Hormus bis dahin nicht wieder geöffnet und kein dauerhaftes Friedensabkommen erzielt wurde.