Putin warnt vor einer Blockade der Ostsee durch die NATO

Von Anti-Spiegel – 1. September 2026

Der russische Präsident Wadimir Putin hat vor einer Eskalation der Spannungen in der Ostsee gewarnt und einen Vergleich zur Straße von Hormus gezogen, wo die Blockade des Schiffsverkehrs schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft hat.

Bei einer Pressekonferenz im Anschluss an den Russland-Afrika-Gipfel wurde Präsident Putin am am 29. Oktober nach dem Telefonat mit dem finnischen Präsidenten und dem norwegischen Ministerpräsidenten und der Lage rund um die Ostsee gefragt. Thomas Röper hat die Frage und Putins Antwort komplett übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Frage: Gestern haben wir Sie in einer, offen gesagt, ungewöhnlichen Rolle erlebt: Sie waren bei einer Ausstellung, die zeigt, was unser Land den Staaten des afrikanischen Kontinents zu bieten hat, praktisch der Fremdenführer für Ihre afrikanischen Gäste. Was hat Ihrer Meinung nach den stärksten Eindruck auf unsere afrikanischen Gäste gemacht?

Wenn Sie erlauben, noch eine zweite, kurze Frage, die ebenfalls viele beschäftigt? Vor Kurzem gab es ein bedeutendes Telefongespräch mit europäischen Vertretern, Sie haben mit dem Präsidenten Finnlands und dem Ministerpräsidenten Norwegens gesprochen. Wie bewerten Sie dieses Gespräch? Warum haben Ihrer Ansicht nach die Finnen und Norweger diesen Anruf im Kreml initiiert? Und wie intensiv wurden Sicherheitsfragen im Ostseeraum erörtert?

Vielen Dank.

Putin: Was den gestrigen Rundgang durch die Ausstellung betrifft, die wir für unsere afrikanischen Freunde vorbereitet haben, würde ich nicht sagen, dass ich die Rolle des Fremdenführers eingenommen habe, das haben eher meine Kollegen, die Minister, getan. Im Gespräch hatte ich das Gefühl, dass ich hier und da noch etwas ergänzen konnte. Das habe ich sehr gerne getan, denn die Themen, die wir auf dieser Ausstellung präsentiert haben, sind Bereiche, in denen Russland bereits beachtliche Erfolge erzielt hat. Wir konnten sie unseren afrikanischen Freunden daher nicht nur zur Diskussion vorschlagen, sondern auch als Grundlage für eine gemeinsame Zusammenarbeit, vor allem im Bereich der Landwirtschaft.

Man muss natürlich bedenken, dass Russland noch vor kurzem, noch Anfang der 2000er Jahre, ein reiner Importeur von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen war. Heute hingegen stehen wir beim Getreideexport weltweit an erster Stelle, auf Platz eins. Sie wissen ja, welche Probleme es damals gab, Probleme, die denen unserer afrikanischen Freunde durchaus ähneln, oder? Als wir begannen, die Getreideproduktion auszuweiten, traten logistische Probleme auf, da unsere Seehäfen allesamt auf den Empfang von Gütern ausgelegt waren, nicht aber auf deren Verladung. Es zeigte sich, dass das ein Unterschied ist. Das gleiche gilt für einige afrikanische Länder.

Doch darum geht es gar nicht, es geht um die Produktivität und Effizienz der heutigen russischen Technologien. Meine Kollegen aus der Regierung haben bereits betont, dass wir unsere Technologien problemlos an andere klimatische Bedingungen anpassen können.

Und natürlich haben unsere afrikanischen Partner recht. Recht womit? Damit, dass sie über riesige landwirtschaftliche Flächen verfügen und lediglich moderne Technologien benötigen. Man kann das alles umgestalten, und Afrika würde nicht nur Lebensmittel produzieren und seinen eigenen Bedarf vollständig decken, sondern auch auf ausländische Märkte exportieren. Das ist das erste.

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