Von Johannes Stern – 27. Oktober 2026
Noch bevor am Samstag zehntausende Schüler, Studierende und junge Arbeiter in Deutschland auf die Straße gehen, läuft eine Einschüchterungskampagne von Regierung, Polizei und Medien. Die Proteste gegen Sozialkürzungen, marode Schulen, steigende Lebenshaltungskosten und die Wiedereinführung der Wehrpflicht werden im Vorfeld als potenziell gewalttätig und extremistisch diffamiert.
Die Kampagne ist eine ernste Warnung. Die herrschende Klasse bereitet sich darauf vor, auch in Deutschland mit massiver Polizeigewalt gegen Jugendliche vorzugehen, wie derzeit in Frankreich. Dort wurden bereits weit über zehntausend Demonstranten festgenommen und zahlreiche Jugendliche durch Polizeiwaffen schwer verletzt, teilweise regelrecht verstümmelt.
Hinter der aggressiven Reaktion steht die Furcht, dass die Massenproteste in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Albanien und anderen Ländern auf Deutschland überspringen und sich mit dem Widerstand der Arbeiterklasse verbinden.
Diese Furcht ist berechtigt. Auch in Deutschland wächst die Wut auf die Merz-Klingbeil-Regierung. Während hunderte Milliarden Euro in Aufrüstung und Krieg fließen, verfallen Schulen und Universitäten, steigen Mieten und Lebenshaltungskosten und werden soziale Errungenschaften zerstört. Mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht soll die junge Generation darauf vorbereitet werden, in einem direkten Krieg gegen Russland, den die NATO-Mächte provozieren, als Kanonenfutter zu dienen.
Bei mehreren bundesweiten Schulstreiks gingen bereits zehntausende Jugendliche gegen die Wehrpflicht auf die Straße. Zuletzt beteiligten sich am 25. September nach Angaben der Organisatoren 45.000 Schüler in rund 100 Städten.
[Hier weiterlesen auf der WSWS]