Von Thomas Röper – 30. September 2026

In diesem Jahr hat Kiew begonnen, mit in Europa produzierten Waffen massenhaft zivile Ziele tief im russischen Hinterland anzugreifen und Russland hat mit gleicher Münze reagiert. Nun scheint die Ukraine ernsthaft geschwächt und die EU muss eine
Im September gab es in deutschen Medien einige Schlagzeilen, die zeigen, wie sehr die Ukraine in den letzten Wochen geschwächt wurde. Im Spiegel erschien am 23. September beispielsweise unter der Überschrift „Schläge gegen Stahlwerke und Apothekenlager – Russlands neues Kriegsziel? Die Vernichtung der ukrainischen Wirtschaft“ ein recht guter Artikel, in dem der Leser erfuhr, dass Russland nun, nachdem es früher Kraftwerke bombardiert hat, Stahlkonzerne, Logistik und Warenlager angreift und die ukrainische Wirtschaft dsbri schwer geschädigt hat.
Natürlich war auch dieser Spiegel-Artikel nach dem Lehrbuch der Propaganda verfasst, denn neben der Mitteilung der Fakten sparte der Spiegel nicht mit Hinweisen darauf, dass Russlands Angriffe natürlich „ein brutaler Krieg gegen zivile Einrichtungen“ seien. Dass die russischen Angriffe nur die Reaktion auf ukrainische Angriffe auf Warenlager und die Benzinversorgung in Russland sind, was der Spiegel nie als „brutalen Krieg gegen zivile Einrichtungen“ bezeichnen würde, erfuhr der Spiegel-Leser natürlich nicht.
Die Ukraine, das konnte man auch im Spiegel erfahren, hat ernsthafte Probleme bekommen. Nicht nur wirtschaftliche, weil die Ausschaltung des Hafens von Odessa den ukrainischen Export schwer behindert, sondern auch Versorgungsprobleme, denn nachdem über die Hälfte der ukrainischen Lokomotiven und beispielsweise 90 Prozent der Lebensmittellagerkapazität zerstört sind, wird das Kiewer Regime sich im Winter entscheiden müssen, ob es die begrenzten Transportkapazitäten zur Versorgung der Front oder der Zivilbevölkerung einsetzt.
Die Entscheidung scheint übrigens schon gefallen zu sein, denn in der Ukraine hört man aus immer mehr Städten Aufforderungen an die Zivilbevölkerung, die Städte vor dem Winter zu verlassen, weil ihre Versorgung nicht gesichert ist. Man setzt offenbar darauf, dass viele Ukrainer noch ihre Datschen aus Sowjetzeiten haben, also mehr oder weniger winterfeste Holzhäuschen auf dem Lande, oder anderweitig bei Verwandten auf dem Lande unterkommen können, die notfalls mit Holzöfen heizen können.