Von Jürgen Hübschen – 22. August 2026

Mit Mohsen Rezaei an der Spitze des iranischen Sicherheitsrates verschärft Teheran seinen Kurs gegenüber Washington. Für die USA wird die Lage immer prekärer: Militärisch festgefahren, wirtschaftlich unter Druck, bleiben Trump kaum noch Auswege aus dem Irankrieg.
Spätestens seit der Neubesetzung des Sekretärs des iranischen „Supreme National Security Council“ ist es angebracht, die Gesamtlage im Irankrieg neu zu beurteilen, vor allem unter dem Aspekt der Möglichkeiten, die dem US-Präsidenten noch bleiben, nachdem er sich hat durch den israelischen Premierminister und den israelischen Geheimdienst Mossad in den Krieg gegen den Iran reinreden lassen.
Der nachstehende Artikel befasst sich mit der neuen Lage im Irankrieg, soweit sich diese an Hand von verfügbaren offenen Quellen von außen einigermaßen zutreffend beurteilen lässt.
Der Wechsel an der Spitze des iranischen „Supreme National Security Council“
Das Supreme National Security Council des Iran
Das Supreme National Security Council (SNSC) des Iran ist das gemäß Artikel 176 der iranischen Verfassung höchste Gremium für nationale Sicherheit, Verteidigung und Außenpolitik. Unter dem Vorsitz des Präsidenten koordiniert der Rat die strategischen Sicherheitsinteressen des Landes. Entscheidungen bedürfen jedoch der Bestätigung durch den Obersten Religiösen Führer des Iran. Das Gremium wurde kurz nach Ende des Irak-Iran-Kriegs gegründet zum Schutz der nationalen Interessen des Iran.