Nach einer Woche der Eskalation droht Trump mit Bodeninvasion im Iran

Von Andre Damon – 13. Juni 2026

Ihr habt Süßwasser und Bodenschätze? Dann fliegen wir zu euch!

US-Präsident Donald Trump drohte am Donnerstagmorgen mit einer Invasion des Iran und der Beschlagnahme seines Öls, nachdem die Vereinigten Staaten das Land in der vergangenen Woche an zwei aufeinander folgenden Nächten bombardiert und Ziele im Umkreis von 40 Meilen um Teheran angegriffen hatten.

„Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden wir die Insel Kharg und andere Öl-Infrastrukturpunkte einnehmen und die vollständige Kontrolle über ihre Öl- und Gasmärkte übernehmen, ähnlich wie wir es mit Venezuela getan haben“, schrieb Trump am Donnerstagmorgen auf Truth Social. Die Vereinigten Staaten hatten im Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro entführt.

Um 13:41 Uhr Ostküstenzeit revidierte er seine Aussage: „Ich habe als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die für heute Abend geplanten Angriffe und Bombardements gegen den Iran abgesagt.“ Ein potenzielles Abkommen, so schrieb er, sei „von allen beteiligten Parteien gebilligt“ worden. Er nannte elf Regierungen, von Israel und Saudi-Arabien bis hin zu Ägypten. Der Iran befand sich nicht auf der Liste.

Zweifellos steckt in den Ankündigungen vom Donnerstag ein erhebliches Maß an Marktmanipulation. Der Aktienmarkt, der eine Woche lang gefallen war, als der Krieg eskalierte, stieg nach Trumps Beitrag wieder an. SpaceX begann am gestrigen Freitag mit dem Handel an der Nasdaq im Rahmen des größten Börsengangs der Geschichte, der voraussichtlich Tausende neuer Millionäre hervorbringen und das Vermögen von Elon Musk, einem wichtigen Verbündeten Trumps, massiv vergrößern wird.

Ungeachtet dessen kann nichts, was Trump sagt, für bare Münze genommen werden. Der faschistische Präsident hat seit März nach Zählung von CNN mindestens 38 Mal erklärt, dass ein Abkommen mit dem Iran unmittelbar bevorstehe. Auf jede dieser Äußerungen folgten erneute Bombardements und Drohungen. Wie Verteidigungsminister Pete Hegseth diese Woche erklärte: „Wenn wir mit Bomben verhandeln müssen, werden wir mit Bomben verhandeln. Und darin sind wir sehr gut. Niemand auf der Welt ist besser.“

Das heißt, das Trump-Regime agiert nach dem Mafia-Prinzip: „Tut, was wir verlangen, oder wir bringen euch um.“

Gleichzeitig befindet sich der amerikanische Imperialismus in einer verzweifelten Lage. Nach mehr als 100 Tagen ist der Krieg ein Debakel. Die iranische Regierung steht noch immer; die Straße von Hormus, deren Wiederöffnung Washington geschworen hatte, bleibt geschlossen; und der Iran hat nicht kapituliert. Sollte Trump seine Drohung wahr machen, die Insel Kharg zu besetzen, ist sicher, dass die Ölförderinfrastruktur des gesamten Golfs in Flammen aufgehen würde, mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft.

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