Von Andre Damon – 14. Mai 2026
Verteidigungsminister Pete Hegseth, Generalstabschef Dan Caine und der Pentagon-Finanzbeauftragte Jay Hurst erklärten am 12. Mai bei einer Anhörung vor den Haushaltsausschüssen für Verteidigung des Repräsentantenhauses und des Senats, dass die laufenden Kosten für den Irankrieg auf 29 Milliarden Dollar angestiegen sind – die Schäden an US-Militärbasen noch nicht mit eingerechnet.
Vor zwei Wochen hatte Hurst noch Kosten von 25 Milliarden Dollar genannt. Die neue Zahl gaben die Pentagon-Beamten erst in einer direkten Befragung zu. Laut Medienberichten und unabhängigen Ökonomen ist das tatsächliche Ausmaß der Kosten des seit 74 Tagen andauernden Krieges allerdings noch viel höher.
Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran dauert seit nunmehr drei Monaten an, ohne dass ein Ende in Sicht wäre. Am Sonntag wies US-Präsident Donald Trump das jüngste Friedensangebot des Iran als „völlig inakzeptabel“ zurück und erklärte, der Waffenstillstand vom 8. April hänge „massiv am Tropf“. Der Iran hatte in seinem Vorschlag die Aufhebung der US-Marineblockade in der Straße von Hormus als Vorbedingung für weitere Verhandlungen über das iranische Atomprogramm gefordert, was die Trump-Regierung ablehnte. Den Aussagen der Anhörung vom Dienstag zufolge ist das Pentagon bereit, den Krieg jederzeit fortzusetzen.
Als Hurst am 29. April bei einer Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses erstmals die Summe von 25 Milliarden Dollar nannte, widersprachen die Medien sofort. CBS News berichtete am 30. April unter Berufung auf „Regierungsvertreter, die mit den internen Schätzungen vertraut sind“, die tatsächlichen Kosten kämen eher auf 50 Milliarden – etwa doppelt so viel wie die offiziell genannte Zahl. Laut CBS sind bei der Summe von 25 Milliarden Dollar die Kosten für Kampfmittel (darunter mindestens vierundzwanzig Drohnen des Typs MQ-9 für jeweils 30 Millionen Dollar) nicht mit eingerechnet; ebenso wenig die Kosten für beschädigtes und zerstörtes Kriegsgerät, militärische Bautätigkeiten auf angegriffenen Stützpunkten, Stationierungs- und Versorgungskosten und höhere Treibstoffkosten und vieles andere mehr.