Von Nick Beams – 17. Januar 2026
Die Trump-Regierung hat beschlossen, durch das Justizministerium strafrechtliche Ermittlungen gegen den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell einzuleiten. Anlass dazu waren seine Aussagen vor dem Kongress über die Renovierungskosten am Fed-Gebäude. Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen für die Stabilität des amerikanischen und globalen Finanzsystems.
Als Reaktion auf die daraus entstehenden möglichen Turbulenzen stellten sich in den USA ehemalige Zentralbanker und führende ehemalige Entscheidungsträger aus der Wirtschaft hinter Powell. Anschließend erklärten die Zentralbank-Vorsitzenden von elf großen Instituten weltweit ihre „uneingeschränkte Solidarität“ mit Powell.
Unterdessen scheint sich der Vorwand für den Angriff – Powell habe den Kongress in die Irre geführt oder sogar belogen – angesichts der Nachricht, dass der Fed-Chef nach seiner Aussage im letzten Juli die Senatoren in einem Brief über die Renovierungsarbeiten in Kenntnis gesetzt hat, aufzulösen.
Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Powell und eine mögliche Anklageerhebung nach einer Anhörung vor einer Grand Jury sind kein persönlicher Konflikt.
Sie sind der Höhepunkt einer jahrelangen Kampagne, die Trump gegen Powell geführt hat und die während seiner zweiten Amtszeit eskaliert ist. Dabei ging es um Trumps Forderung, die Fed solle die Zinssätze auf bis zu ein Prozent senken.