66. Tag im US-israelischen Angriffskrieg gegen Iran und Libanon – US-Eskalation in Straße von Hormus

Von Peter F. Mayer – 4. Mai 2026

Eskalation a Hormuz und anhaltende Angriffe im Libanon. Ein brüchiger Waffenstillstand, der kaum hält, anhaltende israelische Operationen im Libanon und eine hochgefährliche Konfrontation im strategisch entscheidenden Straße von Hormus. Der Krieg in Westasien ist keineswegs vorbei – er hat nur neue, unberechenbare Formen angenommen.

Laut iranischen Quellen wie Tasnim News und Fars News bereitet sich der Iran auf „jede Szenario“ im Hormus vor. Die IRGC hat neue maritime Kontrollzonen ausgerufen, Warnschüsse auf US-Zerstörer abgegeben und betont, dass jede unkoordinierte Durchfahrt als Verletzung des Waffenstillstands gilt. Teheran hat über Pakistan einen 14-Punkte-Vorschlag an die USA übermittelt, der ein umfassendes Ende der Kämpfe auf allen Fronten und eine neue Regelung für den Hormuz fordert.

US-Präsident Trump hat dagegen „Project Freedom“ angekündigt – eine Operation, um festsitzende Schiffe aus dem Strait zu befreien. Iranische Medien berichten von Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Schiffe und Ziele in den Emiraten; Washington dementiert Treffer, während die UAE von abgefangenen Geschossen und Bränden an Ölanlagen sprechen. Die Spannungen könnten jederzeit zu einer neuen Eskalation führen.

Libanon: „Waffenstillstand“? Nur auf dem Papier

Trotz eines angeblichen Waffenstillstands seit Mitte April setzen israelische Luftangriffe auf den Süden des Libanon fort. Das libanesische Gesundheitsministerium meldet in den letzten Tagen Dutzende Tote und Verletzte durch israelische Strikes – darunter Helfer und Zivilisten. Hezbollah-Abgeordnete erklären, die Gruppe werde die Ziele der Verhandlungen „vereiteln“ können, solange Israel nicht aufhört.

Al Jazeera und Middle East Eye berichten von anhaltender Verwüstung im Süden, Zerstörung von Infrastruktur und Angriffen, die selbst christliche Einrichtungen nicht verschonen. Hezbollah-Chef Naim Qassem betont: „Der Libanon wird über das zionistische Regime siegen.“ Israel wiederum meldet Tötungen von Hezbollah-Kämpfern und Zerstörung von Raketenwerfern.

Die direkten Gespräche zwischen Libanon und Israel unter US-Vermittlung laufen, doch das Misstrauen ist tief. Viele Beobachter sehen hier weniger einen Friedensprozess als ein Manöver, um Zeit zu gewinnen und Positionen zu festigen.

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