Zerstört Trump die Vormacht der USA? Teil 3: Das Problem der USA mit Raketen

Von Thomas Röper – 8. März 2026i

Die USA sind nicht auf einen langen Krieg vorbereitet, denn sie haben ein akutes Problem bei der Anzahl ihrer Raketen. Daher war es der Plan der Trump-Regierung, den Iran in einem schnellen „Enthauptungsschlag“ zu besiegen. Nachdem das nicht geklappt hat, steht das US-Militär vor gleich mehreren Problemen.

Ich habe in der letzten Woche in Interviews und bei Tacheles immer wieder gesagt, dass die Frage, ob die USA oder der Iran den Krieg gewinnen, davon abhängt, wem zuerst die Raketen ausgehen. Auch wenn man die USA mit ihrem gigantischen Militärbudget für fast unbesiegbar halten könnte, ist das jedoch nicht der Fall. Die USA haben sich in den letzten Jahren zu sicher gefühlt und daher auf extrem teure Waffensysteme gesetzt, die noch dazu sehr lange Produktionszeiten haben und schwer zu warten sind.

Das hat sich für die US-Rüstungskonzerne gelohnt und ihnen gigantische Gewinne garantiert, es rächt sich nun im Krieg gegen den Iran, der auf die Massenproduktion von billigeren Waffen gesetzt hat.

Die USA haben vor allem bei der Luftabwehr ein massives Problem, denn sie und ihre Verbündeten haben ihre Bestände an Patriot-Raketen seit 2022 im so großen Stil in die Ukraine geliefert, dass die europäischen Staaten offen sagen, sie hätten in ihren Beständen nur noch das Minimum an Patriot-Raketen vorrätig, das sie für die eigene Verteidigung brauchen. Und die Lager in den USA sind auch nicht mehr „prall gefüllt“. Auch bei anderen US-Luftabwehrsystemen sieht es nicht viel besser aus.

Hinzu kommt ein sich abzeichnender Mangel an Tomahawk-Marschflugkörpern.

Um das Problem zu verstehen, müssen wir uns die Zahlen anschauen, denn das bestgehütete Geheimnis der amerikanischen Militärmacht war nie wirklich geheim, sondern man kann es in Pressemitteilungen von Lockheed Martin, im US-Haushalt und in Berichten von spezialisierten Thinktanks wie dem CSIS recht offen nachlesen.

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