Von Bryan Dyne – 12. April 2026
Am Samstagfrüh um 02:07 Uhr deutscher Zeit (Ortszeit: Freitagabend 17:07) fielen das NASA-Raumschiff Orion mit seinen vier Astronauten vor der Küste von San Diego in den Pazifik. Damit endete die Artemis-II-Mission, der erste bemannte Flug in die Nähe des Monds seit der Apollo-17-Mission im Dezember 1972. Bergungsteams der NASA und der US Navy bargen die Besatzung aus der Kapsel und brachten sie per Hubschrauber zum US-Marineschiff John P. Murtha, wo medizinische Nachuntersuchungen gemacht wurden.
Die Besatzung – aus NASA-Astronaut Reid Wiseman (Kommandant), Victor Glover (Pilot), Christina Koch (Missionsspezialistin) und Jeremy Hansen von der kanadischen Raumfahrtbehörde (Missionsspezialist) – startete am 1. April an Bord der Rakete Space Launch System vom Kennedy Space Center in Florida. Innerhalb von gut neun Tagen flog das Orion-Raumschiff mit dem Namen Integrity am Mond vorbei, näherte sich dabei am 6. April der Oberfläche bis auf 6.545 Kilometer, bevor es auf einer Flugbahn von mehr als 1,1 Millionen Kilometern zur Erde zurückkehrte.
Die letzten Phasen der Mission umfassten eine dritte Zündung zur Flugbahnkorrektur, die Trennung des Besatzungsmoduls vom europäischen Servicemodul und ein letztes 18-sekündiges Justiermanöver, um den Winkel der Kapsel für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre optimal einzustellen. Darauf folgte ein sechsminütiger Ausfall der Kommunikation, während die „Integrity“ mit einer Anfangsgeschwindigkeit von etwa 38.400 km/h durch die Erdatmosphäre raste und eine Hülle aus glühendem Plasma um das Raumschiff herum erzeugte, die jegliche Telemetrie zur Missionskontrolle unterbrach.