Was wird die fünfte Energiekrise der Geschichte für die Welt bedeuten?

Von Olga Samofalowa – 23 März. 2026 

Ein Szenario, das noch vor Kurzem wie ein „Schreckgespenst“ wirkte, wird nun Realität: Die Ölpreise könnten auf 180 bis 200 US-Dollar pro Barrel steigen. Wenn die Straße von Hormus geschlossen bleibt, wird die Welt Ende April in die fünfte Energiekrise der Geschichte eintreten – und diese wird alle ohne Ausnahme treffen.

Analysten des größten saudischen Unternehmens, Saudi Aramco, haben eine Ölprognose für den kommenden Monat vorgelegt. Ihr Leichtöl verkaufen sie bereits über ihren Hafen am Roten Meer für 125 US-Dollar pro Barrel an asiatische Abnehmer. Doch bereits nächste Woche könnte der Preis auf 138 bis 140 US-Dollar steigen, schätzen Experten. Grund dafür sind sinkende Lagerbestände und eine zunehmende physische Verknappung des Rohstoffs weltweit.

Sollten die Lieferunterbrechungen bis Mitte April nicht aufhören und die Straße von Hormus geschlossen bleiben, könnten die Preise 150 US-Dollar erreichen und in den folgenden Wochen auf 165 oder 180 US-Dollar steigen. Jede weitere Woche des Stillstands im April wird den Preis um 10 bis 15 US-Dollar pro Barrel in die Höhe treiben, prognostizieren Analysten.

Auch Ölhändler setzen auf einen Anstieg. Sie erwarten, dass die Brent-Futures im April 130, 140 oder 150 US-Dollar pro Barrel erreichen werden. Die Marktteilnehmer glauben offenbar nicht daran, dass der Konflikt Ende März beendet sein wird. Unterdessen kündigte Iran am Sonntag die Öffnung der Straße von Hormus für Schiffe aus befreundeten Ländern an, während US-Präsident Donald Trump von Teheran die vollständige Freigabe der Meerenge innerhalb von 48 Stunden forderte. Andernfalls drohte er Iran mit Angriffen auf Kraftwerke.

[Hier weiterlesen]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.