Von Ian Proud (Übersetzung Thomas Röper) – 17. Februar 2026
Jedem denkenden Menschen ist klar, dass die EU den Krieg gegen Russland in der Ukraine verloren hat, nur die Politiker der EU wollen das nicht akzeptieren.

Ich sage schon seit langem, dass die Politiker der EU nicht eingestehen können, dass die EU den Krieg gegen Russland in der Ukraine verloren hat, weil sie dann vor den Menschen in Europa Rechenschaft darüber ablegen müssten, wohin all die Milliarden verschwunden sind und warum die Menschen in der EU vollkommen sinnlos auf Wohlstand und Sozialleistungen verzichten mussten.
Der ehemalige britische Diplomat [Ian Proud], der sowohl für russische als auch US-amerikanische Thinktanks Artikel schreibt, hat einen Artikel über diese Frage geschrieben, in dem er zu dem gleichen Ergebnis kommt wie ich, aber in dem Zusammenhang auch noch andere, interessante Punkte anspricht, weshalb ich seinen Artikel übersetzt habe. […]
Kriege werden durch Volkswirtschaften gewonnen, nicht durch Armeen.
Von Ian Proud | Strategic Culture Foundation
Seit Beginn des Krieges haben Stimmen in alternativen Medien gesagt, dass die Ukraine einen Krieg gegen Russland nicht gewinnen kann. Tatsächlich sagt John Mearsheimer dies bereits seit 2014. Vier Jahre nach Beginn dieses verheerenden Krieges fühlen sich diese Stimmen zugleich bestätigt und doch ungehört. Die Ukraine verliert, dennoch scheinen führende westliche Politiker in Europa entschlossen zu sein, den Kampf fortzusetzen.
Nichts verdeutlicht dies mehr als der lächerliche Kommentar von Kaja Kallas vom 10. Februar, Russland müsse Vorbedingungen akzeptieren, um den Krieg zu beenden, darunter künftige Beschränkungen der Größe der russischen Armee. Solche Äußerungen legen nahe, dass westliche Persönlichkeiten wie Kallas weiterhin an die Aussicht auf einen strategischen Sieg über Russland glauben, sodass Russland als besiegte Partei Frieden schließen müsste. Oder sie befinden sich in Verleugnung – und/oder sie belügen ihre Bürger. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Letzterem und Ersterem.