Von Thomas Röper – 17. März 2026
Ursula von der Leyen hat gegenüber Reuters erstmals eingeräumt, dass die in der Folge des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise der Wirtschaft der EU schaden, und Gegenmaßnahmen zur Senkung der Energiepreise angekündigt. Gleichzeitig bleibt sie dabei, den Import von billigem russischen Gas verbieten zu wollen.
Reuters berichtet über ein Schreiben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, in dem sie erstmals eingeräumt hat, dass der Krieg im Iran der europäischen Wirtschaft schadet, und in dem sie versprach, gezielte Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise in der EU zu unternehmen. Würden die Unterbrechungen der Öl- und Gaslieferungen aus dem Persischen Golf länger andauern, werde das der „Wirtschaft der EU einen schweren Schlag versetzen“, schrieb sie.
Außerdem versprach von der Leyen „kurzfristige, gezielte Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise“, einschließlich der Strompreise, und zur Subventionierung hoher Energiepreise für Industrie und Gaskraftwerke. Die EU-Kommission erwäge möglicherweise auch die Einführung einer Preisobergrenze für Strom. Zudem kündigte von der Leyen an, die Umweltvorschriften der EU angesichts der eskalierenden Krise anzupassen. Reuters zitierte aus dem Brief, die EU-Kommission beabsichtige, „die Regeln für den Emissionshandel an die Bedenken der Industrie anzupassen“. Von der Leyen betonte jedoch, dass diese Maßnahmen den langfristigen „Green Deal“ der EU-Kommission, der auf die vollständige Abschaffung fossiler Brennstoffe abzielt, nicht untergraben sollten.