UN-Untersuchung ergibt: Israelischer Panzerbeschuss tötete Soldaten der UNIFIL-Friedenstruppe im Südlibanon

Von Peter F. Mayer – 8. April 2026

Bild: Kontingen GarudaCC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Ein israelischer Panzergranatenangriff auf UNIFIL-Friedenstruppen Ende letzten Monats hat nach einer UNIFIL-Untersuchung mindestens einen Friedenstruppenangehörigen getötet. Die Untersuchung fand eine 120-mm-Panzergranate am Tatort und stellte fest, dass sie von einem israelischen Merkava-Panzer abgefeuert wurde.

Der israelische Angriff zielte auf das Hauptquartier des UNIFIL-Kontingents aus Indonesien im Bezirk Marjayoun im Südlibanon ab und tötete einen Friedenstruppenangehörigen und verletzte einen zweiten schwer. Ein dritter Friedenssoldat soll ebenfalls getötet worden sein, angeblich durch einen Sprengsatz der Hisbollah. Das israelische Militär hatte eine Erklärung abgegeben, die einer pauschalen Leugnung des Vorfalls gleichkam, wobei es jedoch nur den Sprengsatz erwähnte und bestritt, dass dieser von ihnen stamme, und nicht auf den direkten Beschuss der UNIFIL-Stellung durch einen Kampfpanzer einging.

Die IDF forderte die UNIFIL zudem auf, den israelischen Evakuierungsbefehlen zu folgen und sich aus den aktiven Gebieten zurückzuziehen, was praktisch dem gesamten Süden des Libanon entspricht – dem einzigen Gebiet, in dem die UNIFIL überhaupt operiert.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez gab eine Erklärung ab, in der er ein Ende aller Angriffe auf UN-Friedenstruppen forderte, und fügte hinzu, dass die Souveränität und territoriale Integrität des Libanon „respektiert werden müssen“. Spanien hat eine beträchtliche Anzahl von Soldaten zur UNIFIL-Operation beigesteuert.

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