Von Keith Jones – 12. Februar 2026
US-Präsident Donald Trump hielt am Mittwoch im Weißen Haus eine dreistündige Kriegsratssitzung mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ab, um Pläne für einen massiven Militärschlag gegen den Iran zu besprechen. Der angehende US-Diktator hat wiederholt betont, dass ein neuer Krieg gegen den Iran die 12-tägigen Luftangriffe der USA und Israels auf das Land im Juni letzten Jahres, bei denen mehr als tausend Iraner, darunter überwiegend Zivilisten, ums Leben kamen, in den Schatten stellen wird.
Seit Anfang des Jahres haben die USA riesige Mengen an Militärpersonal und Feuerkraft in die Region verlegt. Gleichzeitig haben Trump und seine Berater ununterbrochen Kriegsdrohungen ausstoßen.
Angeführt vom Flugzeugträger USS Lincoln umzingelt eine amerikanische Armada nun die Küsten des Iran. Kriegsschiffe, bestückt mit Tomahawk-Marschflugkörpern und F-35- und F-18-Kampfflugzeugen, sind im Arabischen Meer, in der Straße von Hormus und weiter nördlich im Persischen Golf vor Katar stationiert. Tracking-Daten deuten auch auf einen massiven Zustrom von Globemaster C-17-Militärtransportflugzeugen der USA hin, die auf US-Militärstützpunkten in der gesamten Region landen und zweifellos alle Arten von Waffensystemen, Raketen und anderer Munition transportieren.
Am Dienstag erklärte Trump, er werde möglicherweise bald eine zweite „Armada“, d. h. eine zweite Flugzeugträgerkampfgruppe, in die Region entsenden. Berichten zufolge ist die US-Marine nun bereit, Tanker zu beschlagnahmen, die iranisches Öl transportieren. Damit will Washington die jahrzehntelange Kampagne zur Strangulierung der iranischen Wirtschaft verschärfen. Die umfassenden Sanktionen der vergangenen Jahrzehnte kommen dabei selbst schon einer Kriegshandlung gleich.