Von Thomas Röper – 6. Januar 2026
Der ehemalige russische Präsident Medwedew hat nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro in einem TASS-Interview von einer möglichen Entführung von Kanzler Merz gesprochen. Die Aufregung in Berlin war groß und die Bundesregierung war not amused.
Der ehemalige russische Präsident Medwedew ist seit der Eskalation in der Ukraine für seine spitzzüngigen Kommentare in Richtung des Westens bekannt. Nach der völkerrechtswidrigen Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro durch die USA und der vollkommen Orwellschen Reaktion von Bundeskanzler Merz darauf, hat Medwedew in einem TASS-Interview über die mögliche Entführung von Merz sinniert. Er sagte zur TASS:
„Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine großartige Wendung in dieser Karnevalsserie sein. Hier kann einen nur noch wenig überraschen. Ein Körnchen Realität steckt auch in diesem Szenario. Gerade er ist jemand, bei dem es sogar in Deutschland Gründe zur Verfolgung gibt. Darum wäre es nicht schade drum. Vor allem, da die Bürger völlig unschuldig leiden.“
Merz hat das selbst provoziert
In der Bundesregierung muss sich niemand über diese Aussage wundern, denn Merz selbst sie geradezu provoziert, als er in seiner offiziellen Erklärung zur Entführung von Maduro allen Ernstes mitteilte:
„Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit. Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten.“
Merz hat damit de facto gesagt, dass Länder die Staats- oder Regierungschef anderer Länder unter Anwendung militärischer Gewalt, inklusive Bombenangriffen mit Dutzenden Toten, entführen dürfen. Er hat das nicht mal ansatzweise als illegal bezeichnet, was es zweifelsohne ist.
Daher hat Medwedew von einer „Karnevalsserie“ gesprochen, denn die Erklärung von Merz ist nun einmal Karneval, also nichts, was irgendjemand ernst nehmen würde.