Von Kevin Reed – 7. August 2025
Palästinenser durchsuchen die Trümmer der Al-Ansar-Moschee nach einem israelischen Angriff in Deir al-Balah, Gazastreifen, 2. Juni 2025 [AP Photo/Abdel Kareem Hana]
Während die mörderischen Militärschläge und die Zahl der Hungertoten in Gaza zunehmen, kommen Einzelheiten über die Eroberungspläne des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ans Licht.
Am Dienstag, einen Tag nach Netanjahus offizieller Ankündigung, fand in Tel Aviv ein Strategietreffen auf höchster Ebene statt, um die israelischen Militäroperationen auszuarbeiten. Laut einem detaillierten Bericht der Washington Post traf sich Netanjahu dabei mit Verteidigungsminister Israel Katz, dem Chef der Israelischen Verteidigungskräfte (IDF), Eyal Zamir, dem Minister für strategische Angelegenheiten Ron Dermer und Generalmajor Itzik Cohen, der die operative Leitung der IDF innehat.
Sie diskutierten vor allem über die praktische Umsetzung der Anweisung, die verbleibenden Teile von Gaza zu besetzen, die Israel bisher noch nicht kontrolliert. Dafür standen mehrere militärische Optionen zur Auswahl, darunter die vollständige Einkreisung großer Flüchtlingslager, gefolgt von verstärkten Luft- und Drohnenangriffen und Razzien von Spezialkräften, um die „verbliebenen Hamas-Elemente zu liquidieren“.
Anonyme Quellen der Washington Post, die bei dem Treffen anwesend waren, betonten, dass die palästinensischen Flüchtlingslager in Gaza, in denen immer noch Hunderttausende Vertriebene leben, nun als Kampfzonen eingestuft würden.
Weiter hieß es, Stabschef Generalleutnant Zamir habe starke Bedenken geäußert. Er warnte vor hohen zivilen Todesopfern, weiteren Unruhen im besetzten Westjordanland, einem Übergreifen auf die ganze Region und der unmittelbaren Gefährdung der vermutlich noch immer in Gaza festgehaltenen mehr als 50 israelischen Geiseln.