Von Gaby Weber – 5. Januar 2026

„Eklatante Missachtung internationaler Regeln“. Der US-Anwalt Daniel Kovalik hat vor der Interamerikanischen Menschenrechts-Kommission Klage gegen die US-Regierung eingereicht. Es geht um einen kolumbianischen Fischer, der als angeblicher Rauschgifthändler von der US Navy ermordet worden ist.
Kovalik hat noch bis vor kurzem internationales Recht an der Universität von Pittsburgh gelehrt, jedenfalls bis er sich kritisch zu dem Russland/Ukraine-Konflikt geäußert hatte. Seit Jahren vertritt er Opfer von Menschenrechtsverletzungen vor internationalen und US-Gerichten, darunter die Firma Coca-Cola wegen ihrer Zusammenarbeit mit kolumbianischen Todesschwadronen, aber auch die Hinterbliebenen der 14 ermordeten Betriebsräte von Mercedes-Benz Argentinien, das seine Gewerkschafter während der Militärdiktatur „verschwinden“ ließ. Sie waren von den Militärs verschleppt worden und tauchten nie mehr auf. Die Justiz Kaliforniens wollte den Fall verhandeln, die Opfer scheiterten aber am Obersten Gerichtshof der USA ( siehe das Buch: Causa Mercedes Benz).