Istanbuler Bürgermeister İmamoğlu vor Gericht: ein politischer, kein juristischer Fall

Von Barış Demir – 14. März 2026

Am Montag begann in der Türkei der Prozess gegen 402 Angeklagte, darunter der Oberbürgermeister von Istanbul und Präsidentschaftskandidat der Republikanischen Volkspartei (CHP), Ekrem İmamoğlu.

Von den Angeklagten befinden sich 107 in Haft. Sie sind angeklagt wegen Bildung und Führung einer kriminellen Vereinigung, Bestechung, Geldwäsche, Betrug an öffentlichen Institutionen und Organisationen, Manipulation von Ausschreibungen und weiterer Straftaten. Die 3.900-seitige Anklageschrift, die 237 Tage nach İmamoğlus Verhaftung am 19. März 2025 fertiggestellt wurde, fordert eine Haftstrafe von bis zu 2.430 Jahren für İmamoğlu.

Die erste Reihe von Anhörungen ist auf vier Tage pro Woche über 45 Tage angesetzt. Diese Phase, die im April abgeschlossen sein soll, wird zu einer Zwischenentscheidung über den Haftstatus der Angeklagten führen. Laut den Zeitplänen des Gerichts wird der Fall voraussichtlich in etwa 4.600 Tagen abgeschlossen sein – also in zwölf Jahren.

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