Von Thomas Röper – 13. Februar 2026
Die Welt hat eine Kriegssimulation durchgeführt und die „Bild“ berichtet, „Putin könnte die NATO mit 15.000 Soldaten besiegen“. Das Wichtige an dem Planspiel war aber etwas ganz anderes.

Die „Welt“ hat vor einigen Tagen über ein von ihr organisiertes Planspiel berichtet, In dem Artikel darüber heißt es einleitend:
„Was, wenn Russland uns angreift? In einem Wargame hat WELT mit früheren Entscheidern und Militärs, mit Politikern und Experten den Ernstfall simuliert. Das Szenario ist fiktiv, aber nicht aus der Luft gegriffen. Es hilft uns, zu verstehen, wo unsere Schwächen liegen – und sie zu beheben.“
Das Planspiel
Der Springer-Verlag, zu dem die „Welt“ gehört, veranstaltet gerade ein großes Brimborium um das Wargame, denn neben den ausführlichen Berichten in der „Welt“ selbst hat das in Springer-Besitz befindliche Politico unter der Überschrift „Wir haben in einer Planspiel einen russischen Angriff auf die NATO simuliert. Hier ist, was dann geschah“ einen sehr lange Artikel darüber geschrieben und natürlich durfte das Springer-Blatt „Bild“ nicht fehlen, das darüber unter der Überschrift „Schock-Szenario! Putin könnte die Nato mit 15.000 Soldaten besiegen“ berichtet hat.
Solche Planspiele sind nichts Ungewöhnliches und das tägliche Handwerk von Militärs. Sie würden ihren Job nicht machen, wenn sie nicht mögliche Kriegsszenarien durchspielen würden. Die Tatsache, dass es solche Planspiele gibt ist also keine große Meldung. Warum also schreibe ich dann darüber?
Der Grund ist, dass das Planspiel zeigt, warum ich ständig vor wachsender Kriegsgefahr rede. Ob der Ausgang des Planspiels, dass die russische Armee die NATO überrumpelt, realistisch ist, sei mal dahin gestellt. Was an dem Planspiel allerdings sehr realistisch ist, ist der Kriegsgrund – und darauf will ich mich hier konzentrieren.