Die verzweifelte Bettel-Rede von Merz bei der Münchener Sicherheitskonferenz

Von Thomas Röper – 15. Februar 2026

Deutsche Medien loben die Rede von Kanzler Merz auf der Münchener Sicherheitskonferenz und ich frage mich, ob sie die gleiche Rede gesehen haben, wie ich. Für mich war das eine Bettel-Rede in Richtung USA, die auch noch voll von geopolitischen Fehleinschätzungen war.

Bundeskanzler Merz hat die Münchener Sicherheitskonferenz mit einer Rede eröffnet, die von deutschen Medien gelobt wird. Da ich mir die Rede angehört habe, frage ich mich, ob die Medien die Rede wirklich verstanden haben, denn die Rede war in meinen Augen unterwürfiges Betteln in Richtung USA einerseits und europäischer Größenwahn, basierend auf massiven geopolitischen Fehleinschätzungen andererseits. Schauen wir uns also die wichtigsten Zitate einmal an.

Die alte Weltordnung ist tot

Zu Beginn seiner Rede hat Merz das eingeräumt, was der kanadische Premierminister schon beim Weltwirtschaftsforum in Davos festgestellt hat, die alte Weltordnung mit einem fast allmächtigen kollektiven Westen und der “Freundschaft” mit den USA ist tot:

„Über dieser Konferenz steht ein düsteres Motto: Under Destruction. Dies Motto meint wohl, die internationale Ordnung, die auf Rechten und auf Regeln ruhte ist, im Begriff zerstört zu werden. Ich fürchte, wir müssen es noch etwas deutlicher sagen. Diese Ordnung, so unvollkommen sie selbst zu ihren besten Zeiten war, sie gibt es so nicht mehr.“

Das Jammern aus Europa

Schon in Davos haben die europäischen Vertreter gejammert, dass die USA mit unfairen Mitteln gegen ihre „Verbündeten“ vorgehen. Das sind jedoch genau die Mittel, die die europäischen Länder bisher selbst gegen schwächere Länder angewendet haben: Wirtschaftlicher Druck mit Sanktionen und Strafzöllen, um die schwächeren Länder zu politischem Gehorsam zu zwingen. Die EU hat zusammen mit den USA unzählige Sanktionen gegen andere Länder und damit faktische Handelsembargos verhängt, um die Länder politisch “auf Linie zu bringen”.

Nun jammern vor allem die Europäer über die angeblich neue amerikanische Großmachtpolitik, die – ganz was Neues – in Einflusssphären denkt und andere Länder mit der Drohung von wirtschaftlicher und schlimmstenfalls sogar militärischer Gewalt zum Gehorsam zwingen will. Dabei ist das genau das, was die EU selbst ständig mit schwächeren Ländern tut.

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