Die USA überfallen Venezuela und werden es erst einmal regieren (run the country)

Von Ralf Streck – 3. Januar 2025

US-Präsident Donald Trump, der sich als Friedenspräsident verkaufen wollte, lässt die alte Monroe-Doktrin neu aufleben und zerbombt mit der Hinterhof-Politik in Venezuela die Reste des Völkerrechts. Ist es nur die Wiederholung einer Operation, die der Republikaner Bush 1989 in Panama durchzog, um den damaligen Präsidenten Noriega wegen Drogenhandel zu entführen oder geht es darum, die riesigen Energievorkommen Venezuelas unter Kontrolle zu bekommen? Das ist der Fall, denn nun kündigte Trump neue Militäroperationen an. Er erklärte auch, man werde „Venezuela vorerst regieren“, vermutlich bis eine Marionettenregierung unter María Corina Machado installiert ist, die den Friedensnobelpreis dafür erhielt, genau für einen Krieg in ihrer Heimat getrommelt zu haben.

„Geschichte wiederholt sich, erst als Tragödie, dann als Farce.“ Das hatte Karl Marx einst erklärt und auf kaum einen Vorgang passt das besser, als auf die erneute Invasion der USA in Venezuela. Die hatte die Oppositionsführerin und frisch gekürte „Friedensnobelpreisträgerin“ María Corina Machado auch nach der Preisverleihung gefordert. Neu ist das nicht, denn sie hatte auch im Wahlprozess zum Putsch gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro aufgerufen und zwar sofort nach ihrer Stimmabgabe, ohne dass die Auszählung auch nur begonnen hatte.

Dass Maduro nun als angeblicher Drogenhändler von den USA in Venezuela „festgenommen“ wurde, wobei das Land und vor allem Militäreinrichtungen auch massiv bombardiert wurden, gleicht dem Vorgehen seines Parteifreunds George H. W. Bush. Der hatte 1989 in Panama-Stadt einen Stadtteil dem Erdboden gleichgemacht, um Präsident Manuel Noriega in die USA zu entführen. Auch Noriega wurde Drogenhandel gerade in einer Zeit vorgeworfen, als zuvor bekannt geworden war, dass die USA über den Geheimdienst CIA tief in den „Irangate“ und damit auch in massiven Drogenhandel verstrickt waren.

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