Von Ian Proud (Übersetzung: Thomas Röper) – 27. Januar 2026
[…] Die EU setzt bekanntlich ausschließlich auf eine Verlängerung des Krieges in der Ukraine durch Waffenlieferungen und finanzielle Unterstützung des korrupten Regimes in Kiew. Das kann nicht überraschen, denn durch einen Frieden haben die politischen Eliten in der EU nichts zu gewinnen, aber dafür sehr viel zu verlieren.
Sollte in der Ukraine Frieden einkehren, wird die EU aus diversen Gründen gezwungen sein, die Ukraine weiterhin in ungefähr der gleichen Höhe zu finanzieren, wie während des Krieges. Das Problem dabei wird für die politischen Eliten der EU sein, dass sie den Menschen in Europa nach Kriegsende nicht mehr Russland als Schuldigen der Misere präsentieren können.
Warum die EU Kiew im Falle eines Friedens in der Ukraine trotzdem weiterhin in unveränderter Höhe finanzieren muss, hat der ehemalige britische Diplomat Ian Proud in einem Artikel erklärt, den ich übersetzt habe. […]
Die Ukraine verteidigt sich mit Geld, das Europa nicht hat
Ein Ende des Ukraine-Krieges könnte für Europa ebenso verheerende wirtschaftliche und politische Folgen haben wie seine Fortsetzung.
Von Ian Proud | Strategic Culture Foundation
Die eklige Wahrheit ist, dass ein Ende des Ukraine-Krieges für Europa ebenso verheerende wirtschaftliche und politische Folgen haben könnte wie seine Fortsetzung.
Die Ukraine steht bereits vor einer Finanzierungslücke von 63 Milliarden US-US-Dollar für das Jahr 2026, und ich wäre überrascht, wenn diese Zahl nicht noch steigen würde, sollte der Krieg weitergehen. Die massive fiskalische Orgie bei den Ausgaben der Ukraine wird von zwei Faktoren getrieben: Den enormen Kosten für die Aufrechterhaltung einer stehenden Armee von fast einer Million Menschen und den gewaltigen Ausgaben für den Import von Waffen aus dem Westen zur Führung des Krieges.