Von Felix Abt – 28. März 2026

Ausgerechnet die New York Times räumt nun ein, was lange als „Verschwörungstheorie“ abgetan wurde: Die Proteste im Iran Ende 2025/Anfang 2026 waren kein spontaner Volksaufstand, sondern Teil einer gezielten Strategie ausländischer Akteure.
Die Demonstrationen, die Ende Dezember 2025 zunächst in Teheran ausbrachen, begannen friedlich und wurden maßgeblich von den Bazaaris – den Händlern und Ladenbesitzern des Großen Basars – getragen. Auslöser war der massive Wertverlust des iranischen Rials, der die Beschaffung und den Verkauf von Waren stark erschwerte oder teilweise unmöglich machte. Schon bald schlossen sich weitere Gruppen an, darunter Studenten, sodass sich die Proteste landesweit ausweiteten – zunächst weiterhin weitgehend friedlich.
Westliche Medien beschrieben die Bewegung jedoch schon früh als bedeutenden Aufstand: The Guardian sprach von „the largest nationwide uprising in years“. Das Wall Street Journal nannte die Ereignisse in mehreren Artikeln ein „popular uprising“ (Volksaufstand). Die New York Times bezeichnete sie als „the country’s largest uprising in decades“.
Auch im deutschsprachigen Raum verwendeten große Medien ähnlich dramatische Begriffe: Die NZZ titelte „Volksaufstand im Reich der Finsternis“ und berichtete vom „Aufstand aus dem Basar“. Der Deutschlandfunk sprach wiederholt von einem „Aufstand“ – bereits dem vierten innerhalb von acht Jahren – und benutzte Begriffe wie „Aufständische“. Der Spiegel bezeichnete die Ereignisse als „historischen Aufstand“ und spekulierte, ob dies der „letzte Akt der Islamischen Republik“ sein könnte. Auch Die Presse verwendete den Begriff „Aufstand“ deutlich und unmissverständlich.
Unberücksichtigt blieb in dieser Berichterstattung jedoch, dass sich laut eigenen Angaben des Mossad und Aussagen des ehemaligen CIA-Direktors Mike Pompeo ausländische Akteure unter die Demonstranten gemischt haben.
Ebenso unerwähnt blieb, dass laut verschiedenen israelischen Medienberichten ein bestimmter Staat Demonstranten bewaffnet haben soll. Tatsächlich wurden die anfänglich friedlichen Proteste in gewalttätige Unruhen verwandelt, bei denen Polizeistationen, Moscheen und andere Einrichtungen angegriffen oder zerstört wurden – sogar Ambulanzen brannten nieder. Auch die Tatsache, dass der Angriff auf die iranische Währung, der die Proteste überhaupt erst auslöste, laut US-Finanzminister Scott Bessent von außen vorangetrieben wurde, verschwiegen die genannten Medien.