Die NATO löscht ihre Erklärungen über gezielte Bombardierung von Infrastruktur zur Stromversorgung durch die NATO

Von Thomas Röper – 16. Januar 2026

Im Krieg gegen Jugoslawien hat die NATO gezielt die Stromversorgung des Landes bombardiert und das in offiziellen Erklärungen als legitime Kriegsführung bezeichnet. Nun hat die NATO das gelöscht, weil es bei den Vorwürfen gegen Russland in der Ukraine stört.

Während des Jugoslawien-Krieges fand am 25. Mai 1999 eine berüchtigte NATO-Pressekonferenz statt, die die NATO offenbar Anfang Dezember 2025 still und heimlich von ihrer Seite gelöscht hat. In der Pressekonferenz wurde NATO-Sprecher Jamie Shea gefragt, warum die NATO in Jugoslawien Kraftwerke, Transformatoren und Trinkwasserleitungen bombardiere, weshalb Krankenhäuser Probleme mit der Stromversorgung hätten, und dass die NATO de facto „die Zivilbevölkerung als Geisel“ halte.

Der NATO-Sprecher wies diese Vorwürfe nicht etwa zurück, sondern begann seine lange Antwort wie folgt:

„Wir dürfen in dieser Debatte die Verhältnisse nicht aus den Augen verlieren. Präsident Milošević verfügt über zahlreiche Notstromaggregate. Seine Streitkräfte besitzen Hunderte davon. Er kann diese Notstromaggregate entweder zur Stromversorgung seiner Krankenhäuser und Schulen oder seines Militärs nutzen. Es ist seine Entscheidung. Wenn ihm das große Sorgen bereitet, dann ist das genau das, was wir ihm wünschen, und ich werde mich dafür nicht entschuldigen.“

Danach lenkte NATO-Sprecher Shea schnell vom Thema ab, indem er Behauptungen über Flüchtlinge im Kosovo und angebliche serbische Gräueltaten von sich gab, die heute längst widerlegt sind und die ich deshalb hier nicht zitiere.

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