Die Iran-Krise: amerikanische Verantwortungslosigkeit und europäische Dummheit

Von Petr Drulak – 18. Januar 2026

Die Tschechische Republik ist wirtschaftlich stark von Deutschland abhängig und hat gerade noch im Jahr 2023 einen Vertrag über eine engere Zusammenarbeit mit dem US-Militär abgeschlossen – was nicht besonders verwunderlich ist, wenn man weiß, dass der Staatspräsident Petr Pavel ein ehemaliger NATO-General ist. Aber bei allen Versuchen der dortigen EU- und NATO-Freunde, andere Meinungen zu unterdrücken: Es gibt sie noch, auch Politologen mit besten beruflichen Referenzen, die sich erlauben, eine eigene Meinung zu haben – und sie auch zu äußern. Einer von ihnen ist Petr Drulák […]. (cm)

Im letzten Monat kam es im Iran zu schweren Unruhen, bei denen Hunderte, vielleicht sogar Tausende Iraner ums Leben kamen – unschuldige Demonstranten, Angehörige der Sicherheitskräfte, aber auch Terroristen, die zu Gewalt aufriefen. Obwohl das Land mit schwerwiegenden internen Problemen zu kämpfen hat, sind die Ursachen der Unruhen äußerer Natur. Der Iran ist seit langem dem Druck Israels ausgesetzt, das versucht, das Regime der Islamischen Republik zu stürzen. Dieser Druck wird erst dann zu einer existenziellen Bedrohung für den Iran, wenn sich die USA anschließen, was unter Donald Trump in größerem Maße als je zuvor der Fall ist. Aber auch die Trump-Regierung sollte sich bewusst sein, dass ein Krieg im Iran den USA nichts Gutes bringen wird. Die israelisch-amerikanischen Spielchen um den Iran werden auch Europa nichts Gutes bringen.

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