Brisantes Palantir-Programm wird eingesetzt: Erst Migranten, dann der Rest: Wie Überwachungstechnologie jetzt direkt Zielgruppen sucht

Von uncut-news.ch – 20. Januar 2026

Jetzt ist es noch Abschiebung per Algorithmus. Wie ICE mit Palantir-Software Stadtviertel kartiert und Menschen zu „Wahrscheinlichkeiten“ macht.

Ein investigativer Bericht von 404 Media legt offen, wie die US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) ein neues, hochgradig invasives Überwachungsinstrument vorbereitet. Das System – eine App mit dem Namen Elite – stammt vom Datenanalyse-Konzern Palantir und verwandelt ganze Wohnviertel in digitale Ziellisten. Menschen erscheinen darin nicht mehr als Individuen, sondern als Punkte auf einer Karte – versehen mit numerischen „Vertrauens-“ bzw. Abschiebungswerten.

Google Maps für Razzien

Nach Aussagen eines ICE-Beamten, der in Oregon unter Eid aussagte, funktioniert Elite „im Grunde wie Google Maps“. Ermittler können in der App durch Städte zoomen, Viertel markieren und einzelne Profile anklicken. Zu sehen sind Namen, Fotos, mutmaßliche Adressen – und ein Konfidenzwert, der schätzt, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich eine Person tatsächlich an dieser Adresse aufhält. Werte wie „90 von 100“ oder „75 von 100“ entscheiden darüber, wen Einsatzteams an einem bestimmten Tag aufsuchen.

Die Logik dahinter ist ebenso simpel wie beunruhigend: Je höher der Wert, desto „lohnender“ das Ziel. Abschiebung wird zur Frage statistischer Wahrscheinlichkeit.

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