Von Thomas Röper – 2. September 2026

In der Nacht auf Mittwoch gab es in Kiew eine Schießerei zwischen dem Militärgeheimdienst GUR und dem Geheimdienst SBU, bei der drei GUR-Mitarbeiter verletzt wurden. Offenbar wird der Machtkampf in Kiew immer brutaler.
In der Nacht auf Mittwoch fand in der ukrainischen Hauptstadt auf offener Straße eine Schießerei statt, bei der, wie sich herausstellte, Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes GUR und des Inlandsgeheimdienstes SBU aneinander geraten sind. Im Ergebnis wurde ein GUR-Mitarbeiter erschossen und drei teilweise schwer verletzt. Videos von der Schießerei sind im Netz zu finden.
Am Vormittag hat der SBU dann gemeldet, bei der Schießerei habe es sich um eine[ Operation gehandelt, die gegen einen Agenten des russischen Geheimdienstes FSB gerichtet war, der in Kiew einen russischen Oppositionellen ermorden wollte. Dabei sei es zu der Schießerei gekommen.
Um zu verstehen, worum es bei der Schießerei tatsächlich ging, über die in Deutschland nicht berichtet wurde, müssen wir uns einige Monate zurückerinnern.
Der Mordanschlag in Monaco
Am 29. Juni wurde in Monaco ein Bombenanschlag auf den ukrainischen Oligarchen Wadim Jermolajew und seine Familie durchgeführt. Jermolajew besitzt in der Ukraine ein ganzes Netz von Callcentern, die auf Telefonbetrug spezialisiert sind und vor allem in Russland arbeiten. Da dabei Russen geschädigt werden und Millionenbeträge in die Ukraine fließen, wird darüber in der Ukraine – und vor allem im Westen – der Mantel des Schweigens gelegt. Das geht so weit, dass es in Politik und Medien in Europa auch keinen Aufschrei gab, als Jermolajews Sohn im Baltikum Callcenter gegründet hat, die in Europa selbst mit Telefonbetrug Geld gemacht haben. Der Sohn wurde im Baltikum nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und schnell in die Ukraine abgeschoben.
Über die Hintergründe des Bombenanschlags von Monaco wurde viel spekuliert. Jermolajew gilt als Unterstützer und Financier von Selenskys Konkurrent Saluschny, weshalb auch die ukrainische Präsidialverwaltung als möglicher Drahtzieher genannt wird. Aber der Hintergrund könnte auch sein, dass Jermolajew – ganz nach Mafia-Manier – gezwungen werden sollte, seine Gewinne mit Leuten zu teilen, die bisher leer ausgehen.
Aber kommen wir zum besseren Verständnis zur Chronologie der Vorgänge.