Hohler Protest – Wenn gegen eine bestimmte Partei demonstriert wird, aber Regierungstäter verschont bleiben

Von Thomas Moser – 9. Juli 2026

Bild: Tim Reckmann/ccnull.de/CC BY-2.0

Anmerkungen zum Klimbim am ersten Juli-Wochenende in und um Erfurt, mit dem politische Zusammenhänge vernebelt werden.

Am ersten Juli-Wochenende haben Tausende gegen eine Partei demonstriert, weil sie geflohene und zugewanderte Menschen in deren Heimatländer zurückschicken will; weil sie Menschen ungleich behandle; weil sie verfassungswidrig sei. Die Demonstranten haben Straßen blockiert und versucht, den Parteitag der Partei, die im Bundestag sitzt und angibt, eine Alternative sein zu wollen, zu verhindern. Die Akteure meinen, oder sagen zumindest, ihre Aktionen seien antifaschistische Aktionen. Allerdings gibt es politische Täter und Taten, gegen die diese Demonstranten seltsamerweise nicht protestieren. Hängt das etwa zusammen?

Die Partei, die angibt, eine Alternative sein zu wollen, hat bisher nirgendwo regiert, weder in einem Landtag noch im Bundestag. Während gegen sie demonstriert wird, weil sie zum Beispiel Menschen „remigrieren“ will, zurückschicken, tun Parteien, die ständig und in wechselnden Zusammensetzungen irgendwo regieren, genau das tatsächlich. Sie „remigrieren“ Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, um ihr Leben zu retten.

Mehrmals im Jahr hebt vom Flughafen Leipzig/Halle eine Maschine ab, in die Bundesregierung und Landesregierungen durch die Bundespolizei Menschen verfrachten lassen, die aus Afghanistan gekommen sind und nun in das Land zurück geflogen werden. Dorthin, wo die Taliban herrschen – und zwar auf terroristische Weise. Man muss es sagen, weil diejenigen, die für diese Flüge und Rückverfrachtungen verantwortlich sind, es nicht mehr sagen.

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