Panzerbrigade Litauen: Soldaten droht Zwangsversetzung

Von Florian Rötzer – 28. Juni 2026

Panzerbrigade Litauen beim ersten Gefechtstest während der Übung Freedom Shield. Bild: Litauisches Verteidigungsministerium

Mit der Panzerbrigade 45 Litauen, die offiziell 2025 in Dienst getreten ist, stationiert Deutschland erstmals einen Militärverband dauerhaft in einem anderen Land. Litauen stellt die zivile und militärische Infrastruktur. Die Panzerbrigade soll die Verteidigung Litauens bzw. der Nasto-Ostflanke gegen einen möglichen russischen Angriff sichern, ist aber schon deswegen umstritten, weil Panzer, wie der russisch-ukrainische Krieg gezeigt hat, kein entscheidendes Waffensystem mehr ist, zumindest solange Panzer nicht unbemannt und autonom in den Kampf ziehen.

Gerade hatte die Brigade mit der Militärübung Freedom Shield erstmals eine Gefechtsübung ausgeführt, die halbjährlich wiederholt werden soll: „ Ziel ist eine jederzeit verfügbare Einsatzbereitschaft nach dem Grundsatz ‚Fight Tonight‘.“ Aufgeboten waren 2900 Soldaten aus acht Ländern, darunter 2400 Deutsche, und 800 Fahrzeuge. Dabei waren auch das Panzerbataillon 203 und das Panzergrenadierbataillon 122, die 2027 permanent nach Litauen verlegt werden sollen, mit Leopard-Panzern und Schützenpanzern Puma. Die Bundeswehr ist voll des Lobes: „Mit Drohnen, Kampf- und Schützenpanzern, Elektronischer Kampfführung, Artillerie und Hubschraubern üben die Kampftruppe und ihre Unterstützer aus der gesamten Bundeswehr genau dort, wo sie im Ernstfall das Baltikum verteidigen müssen.“ Jeden Zentimeter natürlich.

Verteidigungsminister Pistorius war zu Besuch bei der Übung in Pabradė und zeigte sich auch stolz, schließlich habe man aus den Erfahrungen der Ukraine gelernt, die praktischerweise weiter durch Milliardenzahlungen der EU ein Testgelände für neue und realistische, also tödliche Erprobung von Techniken und Strategien sind und die Nato-Militärs davon profitieren können, den russischen militärischen state of the art zu erkennen. Mit der Übung zeige man „Stärke und Entschlossenheit“. Die Übung hatte auch den Zweck, „aus der Verteidigung heraus in den Gegenangriff wechseln“. Man übt beides, die Truppe könnte dann eben auch beides eingesetzt werden.

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