Starmer redet von Angriff der NATO auf Russland bis 2030, aber die Medien verschweigen es

Von Thomas Röper – 11. Juni 2026

Der britische Premierminister Starmer hat in einer Rede davon gesprochen, es könnte „bereits 2030 zu einem Angriff Russlands oder der NATO kommen“, womit er zugegeben hat, dass die NATO Russland angreifen könnte. Deutsche Medien wie der Spiegel hielten Meldungen über Starmers Rede für nicht erwähnenswert.

Die zentrale Erzählung des Westens ist es, dass Russland aggressiv sei und die NATO angreifen wolle, während die NATO angeblich ein friedliebendes, rein defensives Bündnis sei. In Russland sieht man das anders und warnt vor der Aggressivität der NATO-Staaten, für die es viele Beispiele von Jugoslawien bis Libyen gibt.

Was Starmer gesagt hat

Am 5. Juni hat der britische Premierminister Keir Starmer in einer Rede in einem Rüstungsbetrieb bestätigt, dass die NATO Russland angreifen könnte. Das war kein Versprecher, das Zitat ist im offiziellen Redeprotokoll auf der Seite des Premierministers nachzulesen. In seiner Rede verteidigte er die steigenden Rüstungsausgaben und verwies auf den anstehenden NATO-Gipfel:

„Wir arbeiten nun schon seit einiger Zeit an diesem Verteidigungsinvestitionsplan, sehr eng mit unseren Streitkräften, wie man erwarten kann, denn diese Zusammenarbeit ist unerlässlich. Welche Fähigkeiten benötigt man am dringendsten und in welchem ​​Zeitraum? Diese Abstimmung erfolgt mit dem Verteidigungsministerium und der gesamten Regierung, denn es handelt sich um eine ressortübergreifende Priorität. Der Plan wird nun vor dem NATO-Gipfel veröffentlicht, der in wenigen Wochen stattfindet. Ein sehr wichtiger Gipfel, bei dem Länder aus aller Welt zusammenkommen. Die NATO ist natürlich das mit Abstand effektivste Militärbündnis, das die Welt je gesehen hat.“

Danach kam der entscheidende Satz:

„Und falls Sie noch eine Erinnerung an die Wichtigkeit dieser Angelegenheit benötigen, die Erkenntnisse unserer Geheimdienste und die Einschätzung anderer NATO-Staaten gehen davon aus, dass es schon 2030 zu einem Angriff durch Russland oder die NATO kommen könnte.“

Russland lässt sich einfach nicht provozieren

Das ist es, wovor ich seit langem warne: Die Staaten der EU provozieren Russland zu einem Angriff, indem sie der Ukraine ihre Lufträume für immer schmerzhaftere Drohnenangriffe auf Ziele in Russland zur Verfügung stellen und indem sie ukrainischen Firmen erlauben, diese Drohnen im (bisher) sicheren europäischen Hinterland zu produzieren. Das waren nur die zwei wichtigsten Beispiele, hinzu kommen die zunehmenden Kaperungen von Handelsschiffen mit Verbindungen zu Russland und so weiter.

All das sind völkerrechtlich gesehen kriegerische Handlungen, diese Staaten sind also formell bereits im Krieg mit Russland, aber Russland reagiert auf diese Provokationen einfach nicht. Zumindest bisher.

Offensichtlich versuchen die Europäer, Russland so lange zu provozieren, bis es den ersten Schuss abgibt, woraufhin Medien und Politik in Europa – wie schon 2022 in der Ukraine – aufheulen und von einem „unprovozierten, brutalen Angriffskrieg Russlands“ lamentieren können.

Warum die EU den Krieg forciert

Die europäischen Eliten brauchen den Krieg, denn die wirtschaftliche und vor allem soziale Lage in der EU wird sich weiter rasant verschlechtern. Im letzten Winter ist die EU nur knapp an einer Gaskrise mit Stromabschaltungen vorbeigerutscht, weil der März ungewöhnlich warm war. Aber zu Beginn des letzten Winters waren die deutschen Gasspeicher immerhin zu 76 Prozent gefüllt (normalerweise müssten es über 90 Prozent sein), während sie derzeit nur zu 35 Prozent gefüllt sind (im Durchschnitt der letzten Jahre waren es zu diesem Zeitpunkt 60 Prozent). Aber weil die EU kein russisches Gas mehr importieren will und weil wegen der Blockade der Straße von Hormus nach der amerikanisch-israelischen Aggression gegen den Iran weltweit kaum Gas verfügbar ist, dürfte der Speicherstand in diesem Jahr zum Beginn der Heizsaison kaum nennenswert über 50 Prozent kommen.

Im Ergebnis dürfte es im Winter massive Probleme in der EU geben. Stromabschaltungen sind zu erwarten und wegen der Düngemittelkrise dürften die Preise für Lebensmittel und andere Waren stark steigen.

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