Von Andrea Lobo – 4. Mai 2026

Am 26. April wurde das festliche Dinner des Journalistenverbands White House Correspondents Association in Washington durch Schüsse unterbrochen. US-Präsident Trump wurde sofort in Sicherheit gebracht und der mutmaßliche Schütze verhaftet. Und Minuten später, noch bevor irgendein anderer Staatschef reagiert hatte, verurteilte die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez den Anschlag.
In einem Post auf X erklärte sie: „Wir sind gegen das versuchte Attentat auf Präsident Trump und seine Frau Melania und sprechen ihnen sowie den Teilnehmern des Korrespondenten-Dinner unsere besten Wünsche aus. Gewalt wird für uns, die das Banner des Friedens verteidigen, niemals eine Option sein.“
Dieses Statement zählt zu den groteskesten Äußerungen, die von einem führenden Politiker veröffentlicht wurden. Rodríguez bringt Trump mit „Frieden“ in Verbindung und beschönigt damit die zahllosen Kriegsverbrechen, die von Washington weltweit und auch direkt gegen Venezuela verübt werden.
Die World Socialist Web Site lehnt den mutmaßlichen Anschlag im Washington Hilton aus prinzipiellen Gründen ab. Politische Gewalt von Einzelpersonen stärkt lediglich die Kräfte der Reaktion. Doch diese Ablehnung erfordert nicht, noch erlaubt sie es, Trump oder den US-Imperialismus im Allgemeinen als Opfer darzustellen, losgelöst von seiner eigenen systemischen Gewalt.