Tucker Carlson und Jeffrey Sachs schlagen Alarm: Hormus-Blockade treibt Weltwirtschaft in den Kollaps

Von Peter F. Mayer – 25. April 2026

Der renommierte US-Ökonom und Politikberater Jeffrey Sachs hat in einem brisanten Interview mit Tucker Carlson am 24. April 2026 Klartext gesprochen – und die westliche Kriegspropaganda schonungslos enttarnt. Der Titel der Sendung könnte nicht passender sein: Der Krieg gegen Iran und Libanon steht an einem gefährlichen „Scheideweg“.

Entweder sofortige Diplomatie und Deeskalation oder ein regionaler (und potenziell globaler) Flächenbrand mit katastrophalen wirtschaftlichen Folgen für die gesamte Welt. Sachs, einer der schärfsten Kritiker der US-Außenpolitik, nennt die Dinge beim Namen: Die Blockade der Straße von Hormuz durch den laufenden US-israelischen Angriffskrieg hat die Weltwirtschaft bereits in die Krise gestürzt – und die Uhr tickt. Hier das vollständige Interview in der Tucker-Carlson-Show – Video am Ende des Artikels.

Sachs erklärt unmissverständlich: Die schmale Meerenge von Hormuz ist die Lebensader für 20 Prozent des Weltöls, Gas, Düngemittel und petrochemische Produkte. Solange sie blockiert bleibt, „taumelt die Weltwirtschaft“. Die einzige vernünftige Lösung sei ein sofortiger „off-ramp“ – ein diplomatischer Rückzug, auch wenn das für Netanyahu und Trump politisch unangenehm wäre.

Die Alternative? Weitere Bombenangriffe, Zerstörung der Golf-Infrastruktur (Ölfelder, Häfen, Entsalzungsanlagen), iranische Vergeltung und ein Krieg, der in wenigen Wochen in eine globale Katastrophe münden könnte.

Sachs warnt: „Das wäre eine globale Katastrophe mit wirtschaftlichen Folgen, die überall spürbar wären.“

Besonders vernichtend fällt Sachs’ Urteil über den israelischen Ministerpräsidenten aus. Er nennt Benjamin Netanyahu einen „disgusting warmonger“ – einen „widerlichen Kriegshetzer“ –, der mit massiven Kriegsverbrechen die Welt an den Abgrund führt. Warum applaudiert der US-Kongress diesem Mann trotzdem stehend? Sachs nennt die üblichen Verdächtigen: AIPAC-Lobby, christlich-zionistischer Einfluss, Medienmacht und pure politische Feigheit. Doch er macht klar: Kein Argument rechtfertigt es, dass die Schicksale von Trump und Netanyahu über das Schicksal der gesamten Menschheit entscheiden.

Die historische Einordnung ist ebenso schonungslos. Sachs erinnert an den CIA-Putsch in Iran 1953 und die neokonservative „Clean Break“-Strategie von 1996 – die Blaupause für die aktuelle Politik der totalen regionalen Dominanz. Das sei kein Sicherheitsproblem, sondern reiner Imperialwahn. Die USA und Israel verfolgen Ziele, die weder legitim noch machbar seien. Stattdessen riskieren sie einen Flächenbrand, der weit über den Nahen Osten hinausreicht.

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